Libanon verbietet Kampfhandlungen der Hizbollah, Katar stoppt LNG
Die libanesische Regierung hat die militärischen Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz am Montag für illegal erklärt. Das kündigte Ministerpräsident Nawaf Salam im Fernsehen an.
Damit verändert sich der Status der Gruppe von einer teilweise geduldeten Widerstandsbewegung zu einer verbotenen Organisation. Die israelische Armee verkündete indes die Tötung des Geheimdienstchefs der Hisbollah.
Hussein Moukalled sei bei einem gezielten Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Sonntagabend “eliminiert” worden, teilte die Armee am Montag mit. Moukalled habe das Hauptquartier des Geheimdienstes der pro-iranischen Miliz geleitet.
Israels Militär: Neue Angriffswelle zielt „ins Herz von Teheran
Die israelische Luftwaffe hat in den Mittagsstunden einen neuen Angriff auf Ziele im Iran gestartet. Gestützt auf Geheimdienstinformationen ziele der Angriff „im Herzen von Teheran“ auf Sicherheitseinrichtungen des Landes, teilte das Militär mit. Zuvor hatte ein Sprecher bekanntgegeben, dass zwei Mitarbeiter des iranischen Geheimdienstministeriums getötet worden seien, darunter ein für Israel zuständiger Beamter.
Augenzeugen in Teheran bestätigten schwere Bombardierungen in der Stadtmitte. Sie sollen sich in der Nähe des Parlaments ereignet haben. Auch im Norden der Millionenmetropole mit ihren rund 15 Millionen Einwohnern wurden Raketeneinschläge beobachtet.
Katar stoppt LNG-Produktion
Das staatliche Energieunternehmen Katars, QatarEnergy, hat nach den Angriffen auf seine Anlagen in Ras Laffan und Mesaieed Industrial City einen Stopp seiner LNG-Produktion sowie der damit verbundenen Produkte angekündigt. Katar gehört zu den drei größten LNG-Exporteuren weltweit und kontrolliert etwa ein Viertel des prognostizierten globalen LNG-Angebots für das kommende Jahrzehnt.
Insbesondere die Anlage in Ras Laffan wird als „LNG-Hauptstadt der Welt“ bezeichnet. Der eingeschränkte Zugang zur Straße von Hormus beeinträchtigt bereits jetzt die Exportmöglichkeiten Katars – diese jüngste Entwicklung kommt daher einer doppelten Belastung gleich. In jedem Fall dürfte dies zu Wochenbeginn den Fokus auf die Energiepreise weiter verschärfen.
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