Likes zu Hamas-Angriff: Bürgermeister-Ehefrau in New York unter Druck
Social-Media-Aktivitäten der Ehefrau des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani sorgen in den USA für politische Diskussionen. Das US-Portal Jewish Insider berichtete, dass Rama Duwaji Instagram-Beiträge geliked habe, die sich auf den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 beziehen und „palästinensischen Widerstand“ thematisieren.
Ein Beitrag zeigte Bilder des Angriffs, darunter eine Szene mit einer Gruppe von Menschen auf einem mutmaßlich erbeuteten Fahrzeug der israelischen Armee. Auf dem Bild stand: „Seit 1948 Widerstand gegen die Apartheid.“
Ein weiteres Bild desselben Posts zeigte einen Bulldozer, der den Grenzzaun zwischen Gaza und Israel durchbricht. Daneben stand der Satz: „Die Mauern von Apartheid und militärischer Besatzung durchbrechen. 7. Oktober 2023.“
Likes kurz nach dem 7. Oktober
Auch ein Aufruf zu einer Demonstration in New York am 8. Oktober erhielt ein Like von Duwaji. In dem Beitrag stand: „Kommt morgen mit uns auf die Straße und stellt euch an die Seite des palästinensischen Volkes, das das Recht hat, sich gegen Apartheid, Besatzung und Unterdrückung zu wehren.“
Ein weiterer Post enthielt den Slogan: „Vom Fluss bis zum Meer, Palästina wird frei sein!“ Der Text dazu erklärte: „Tausende sind in New York auf die Straßen gegangen, um den palästinensischen Widerstand zu unterstützen und ein Ende aller US-Hilfen für das Apartheid-Israel zu fordern.“
Gaza als „Freiluftgefängnis“
Ein weiterer Beitrag beschrieb Gaza als „Freiluftgefängnis“. Darin stand außerdem: „Während die ganze Welt auf Palästina blickt, sollte man im Kopf behalten, dass diese Mauern errichtet wurden, um entlang ethnischer Linien zu trennen – die eigentliche Definition von Apartheid.“
Der Text ergänzte: „Mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Gaza sind Kinder: Wenn und falls die Besatzungstruppen auf diesen Widerstand mit Vergeltung reagieren, dann ist das die Bevölkerung, die bestraft wird.“
Likes plötzlich verschwunden
Nach Veröffentlichung der Screenshots waren die Likes auf Duwajis Instagram-Profil nicht mehr sichtbar.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani betonte bei einer Pressekonferenz, dass seine Frau keine offizielle Rolle in seiner Kampagne oder seiner Stadtverwaltung habe. „Ich wurde jedoch gewählt, um alle 8,5 Millionen Menschen dieser Stadt zu vertreten.“
Mamdani grenzt sich ab
Er erklärte außerdem: „Ich glaube, dass es wegen dieser Rolle meine Verantwortung ist, Fragen zu meinen Ansichten, meiner Politik und meinen Positionen zu beantworten.“ Über seine Frau sagte er: „Sie ist die Liebe meines Lebens.“
Das Rathaus stellte zugleich klar: „Bürgermeister Mamdani war klar und konsequent: Hamas ist eine Terrororganisation, der 7. Oktober war ein schreckliches Kriegsverbrechen.“
Scharfe Reaktionen der Republikaner
Mehrere republikanische Politiker reagierten mit scharfer Kritik. Der Kongressabgeordnete Mike Lawler erklärte auf X: „Das ist nichts, was man unter den Teppich kehren kann – die Ehefrau des amtierenden Bürgermeisters hat am 7. Oktober die Ermordung von New Yorkern gefeiert.“
Lawler forderte: „Der Bürgermeister und seine Frau müssen Fragen beantworten, und die Medien müssen sie zur Rechenschaft ziehen.“
Vorwürfe aus dem politischen Lager
Die republikanische Stadträtin Inna Vernikov bezeichnete Duwaji als „seine engste Vertraute und Mastermind des Wahlkampfs“ und erklärte, sie habe „die schreckliche Vergewaltigung und das Massaker an Juden schon einen Tag nach dem 7. Oktober unterstützt und gerechtfertigt“.
Der politische Berater Ken Frydman sagte: „Die Ehefrau des Bürgermeisters und ich haben ganz offensichtlich unterschiedliche Likes.“ Und weiter: „Ich mag Israelis, die Hamas-Terroristen töten. Sie mag Hamas-Terroristen, die am 7. Oktober Israelis getötet, verletzt und entführt haben.“
Weiterer Fall in New York
Auch ein anderer politischer Fall sorgte wegen Social-Media-Likes für Aufmerksamkeit. Die Ehefrau des demokratischen Abgeordneten Dan Goldman geriet ebenfalls in Kritik, nachdem sie Beiträge gelikt hatte, die die pro-palästinensische Bewegung kritisierten.
Goldman erklärte, die Social-Media-Aktivitäten seiner Frau spiegelten nicht seine politischen Positionen wider.
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