Mit 67,27 Prozent hat der Steirische Bauernbund die Landwirtschaftskammerwahl in der Steiermark erneut deutlich gewonnen. In Mandaten bedeutet das 28 Sitze in der Landeskammer – ein Sitz weniger als zuletzt, aber weiterhin mit großem Abstand an der Spitze.

Im Vergleich zur Kammerwahl 2021 fällt das Ergebnis etwas schwächer aus: Damals lag der Bauernbund bei 70,25 Prozent. Das entspricht nun einem Rückgang um 2,98 Prozentpunkte.

FPÖ-Bauern sind der größte Gewinner

Die stärkste Bewegung gab es bei der freiheitlichen Bauernschaft: Sie kommt laut vorläufigen Endzahlen auf 14,11 Prozent und 6 Mandate – damit vier Mandate mehr als 2021 und nun Platz zwei in der Landeskammer.

Der Unabhängige Bauernverband (UBV) erreicht 9,52 Prozent und 3 Mandate (−1). Die SPÖ-Bauern kommen auf 4,41 Prozent und 1 Mandat (−1). Die Grünen  Bauern sind mit 4,69 Prozent wieder vertreten und erhalten ebenfalls bei 1 Mandat.

Wahlbeteiligung neuerlich niedrig

Wahlberechtigt waren 120.007 Personen, abgegeben wurden 36.259 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 30,23 Prozent – damit nahezu auf dem Niveau der letzten Wahl.

Totschnig: „Gefragt sind praxisnahe Lösungen statt Ideologie-Debatten“

Bauernbund-Präsident Georg Strasser, Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Direktorin Corinna Weisl sprachen von einem Votum für Stabilität, Verlässlichkeit und Interessenvertretung. Strasser betonte den klaren Abstand zur Konkurrenz und leitete daraus einen Arbeitsauftrag ab: „Der Steirische Bauernbund ist mit deutlichem Abstand die Nummer eins. Dieses Ergebnis ist ein klarer Auftrag: Wir stehen an der Seite der Bauernfamilien, wir bleiben dran und wir liefern Lösungen – mit Hausverstand und mit Handschlagqualität.“

Zugleich verwies er auf die Kernforderungen der kommenden Jahre: klare Rahmenbedingungen, Transparenz am Markt und faire Wettbewerbsbedingungen.

Totschnig wertete das Ergebnis als Bekenntnis zu einer sachlichen Agrarpolitik: „Die steirischen Bauern setzen auf Verlässlichkeit, Fachkompetenz und eine starke Interessenvertretung. Gefragt sind praxisnahe Lösungen statt ideologischer Debatten.“