Maduro in US-Gewahrsam: Trump blockt Spitzenrolle für Oppositionsführerin
Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado will nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro per US-Militärintervention “so schnell wie möglich” wieder in ihre Heimat zurückkehren. Das sagte sie dem Moderator Sean Hannity vom US-Sender Fox News am Montag (Ortszeit) von einem unbekannten Ort aus. Weiter sagte Machado, dass sie ein “freies Venezuela” das Land zum “Energiezentrum” von Nord- und Südamerika machen wolle.
Venezuela verfügt über die größten bekannten Erdöl-Vorkommen der Welt. Machado fügte hinzu, dass sie die kurz zuvor vereidigte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez als “eine der Hauptverantwortlichen für Folter, Verfolgung, Korruption und Drogenhandel” halte.
Die USA hatten in der Nacht auf Samstag einen Angriff von Elitetruppen gegen Venezuela ausgeführt und den links-autoritären Machthaber Nicolás Maduro und dessen Frau gefangen genommen. Dem Staatschef soll in den USA wegen “Drogenterrorismus” der Prozess gemacht werden. Bei einem ersten Gerichtstermin am Montag in New York plädierten Maduro und Flores auf nicht schuldig. Maduros bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde am Montag als Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes vereidigt.
Trump lehnt Machado ab
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag allerdings eine Spitzenposition für Machado, Friedensnobelpreisträgerin von 2025, im künftigen Venezuela ausgeschlossen. “Sie hat nicht die Unterstützung und den Respekt im Land”, sagte Trump.
Machado erklärte ihrerseits, die US-Aktion sei ein riesiger Schritt für die Menschheit. “Der 3. Jänner wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Gerechtigkeit die Tyrannei besiegt hat”, sagte die Friedensnobelpreisträgerin dem US-Sender Fox News. Machado hatte Trump bereits in der Vergangenheit für dessen harten Kurs gegen das Maduro-Regime gelobt.
Nach der Festnahme Maduros hatte sie die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als neuen Staatschef gefordert. Der 76 Jahre alte Ex-Diplomat hatte bei der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren nach Einschätzung der Opposition und internationaler Beobachter eigentlich gegen Maduro gewonnen. Er war bei den Wahlen nur deswegen angetreten, weil Machado von der Teilnahme ausgeschlossen worden war.
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