Die italienische Regierungschefin betonte, die Welt könne sich “kein Regime der Ayatollahs mit Atomwaffen” und Raketen leisten, die in Zukunft direkt Italien und Europa erreichen könnten. Meloni betonte die Notwendigkeit, die nukleare Aufrüstung Teherans zu verhindern und den weltweiten Frieden zu schützen. Meloni warnte gleichzeitig “vor einer offensichtlichen Krise des Völkerrechts und dem Zerfall einer gemeinsam getragenen Weltordnung”.

Italien will nicht an Konflikt teilnehmen

Das militärische Vorgehen der USA und Israel gegen den Iran sei ein “Einsatz, an dem Italien nicht beteiligt ist und nicht teilnehmen will”, so Meloni. Italien verfolge eine Linie, die eine direkte Teilnahme des Landes an den Kampfaktionen ausschließt, während es zugleich an diplomatischen Bemühungen zur Eindämmung der Krise arbeite. Die Regierungschefin hatte in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, dass Italien nicht Teil des Konflikts sei und nicht beabsichtige, es zu werden, und stattdessen auf eine Deeskalation setze.

Meloni berichtete, Italien stelle den Golfstaaten Luftabwehrsysteme zur Verfügung, so wie es auch andere große europäische Länder tun – insbesondere Großbritannien, Frankreich und Deutschland. “Wir tun das nicht nur, weil es sich um befreundete und strategische Partner Italiens handelt, sondern auch, weil in dieser Region Zehntausende italienische Staatsbürger leben, die wir schützen müssen, ganz zu schweigen von den rund 2.000 italienischen Soldaten, die im Golf stationiert sind”, sagte die Ministerpräsidentin.

Ein zentraler Punkt der Debatte ist die mögliche Nutzung amerikanischer Militärbasen in Italien im Zusammenhang mit dem Konflikt. Meloni bekräftigte in den vergangenen Tagen, dass Italien sich an die bestehenden bilateralen Vereinbarungen mit den USA halte und nicht beabsichtige, in den Krieg hineingezogen zu werden.