Mit drastischen Worten hat Argentiniens Präsident Javier Milei beim konservativen Gipfeltreffen CPAC in Ungarn für Aufsehen gesorgt. Als Schlussredner der Veranstaltung wurde der libertäre Politiker bereits beim Einzug in die Budapester Sporthalle mit Standing Ovations empfangen – und lieferte dann eine Rede, die es in sich hatte.

Seine zentrale Botschaft: „Europa begeht Suizid“. Eine Warnung, die sich vor allem gegen die europäische Migrationspolitik richtet. Milei griff damit eine Linie auf, die Ungarns Premier Viktor Orbán seit Jahren vertritt.

Frontalangriff auf Europas Politik

Milei sparte nicht mit Kritik an den politischen Eliten Europas. Der Kontinent sei „zurückgelassen ohne einen Rechtsstaat“, die Führung habe „ihre Glaubwürdigkeit verloren“. Besonders scharf fiel seine Abrechnung mit migrationspolitischen Entscheidungen aus, die er als selbstzerstörerisch bezeichnete.

Sein Appell: Europa müsse sich „neuentdecken“, statt sich ständig neu zu erfinden. Für den Argentinier ist klar – die aktuellen politischen Wege führen in die falsche Richtung.

Lob für Orbán – und Seitenhieb auf Sozialismus

Neben Kritik verteilte Milei auch Lob – vor allem an Gastgeber Viktor Orbán. Beide hätten, so Milei, schon für Freiheit gekämpft, als es noch unpopulär gewesen sei.

Mit Blick auf seine eigene politische Vergangenheit erklärte er: „Als ich vor Jahren sagte, dass Sozialismus der falsche Weg ist, war ich ein Außenseiter“. Heute sehe er sich bestätigt. Seine klare Botschaft: „Das Böse bleibt böse, auch wenn Millionen Menschen es verteidigen!“

Klare Fronten in der Weltpolitik

Auch außenpolitisch positionierte sich Milei deutlich. Er lobte US-Präsident Donald Trump und unterstützte dessen Initiativen – darunter ein geplantes „Cuba Libre“, also ein vom Kommunismus befreites Kuba.

Für Milei ist die Welt klar geteilt: in freie und unfreie Nationen. Eine „wertelose“ Außenpolitik lehnt er ab – stattdessen fordert er einen klaren moralischen Kompass im Umgang mit anderen Staaten.

Generalkritik an Politikern

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Rede: die Kritik an Politikern generell. Ob in Europa oder Argentinien – die Muster seien gleich. Politiker würden ihre eigenen Interessen über wirtschaftliche Realität und moralische Prinzipien stellen.

Besonders provokant: Maßnahmen wie Regulierung oder offene Grenzen würden oft unter dem Deckmantel von „Tugend und Mitgefühl“ verkauft – tatsächlich dienten sie laut Milei jedoch vor allem den Interessen der politischen Klasse.

Sein Fazit: „Alle westlichen Länder haben unter den Interessen der Politiker gelitten.“

Großes Treffen

Milei war nicht der einzige prominente Redner in Budapest. Auch AfD-Chefin Alice Weidel, Spaniens Vox-Chef Santiago Abascal und Polens Ex-Premier Mateusz Morawiecki traten auf. Donald Trump selbst meldete sich per Videobotschaft zu Wort.

Die CPAC Ungarn gilt als eines der wichtigsten Netzwerktreffen konservativer und rechter Kräfte in Europa – und Mileis Rede dürfte dort noch lange nachhallen.