Nach 36 Stunden: Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab
Schnelles Ende einer Erkundungsmission. Trump fordert Grönland für die USA, einige Nato-Staaten schickten Soldaten auf die Arktisinsel – jetzt ziehen die Deutschen schon wieder ab.
Das Erkundungsteam der Bundeswehr soll schon heute wieder aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der BILD-Zeitung bestätigte. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, Sonderzölle gegen acht an der Erkundungsmission beteiligten Länder zu verhängen.
Militär-Erkundung in der Arktis abgeschlossen – Trump befeuert Grönland-Debatte
Das deutsche Team ist erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk, um die Bedingungen für militärische Übungen auszukundschaften. Noch am Samstagabend hatte es geheißen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt sein werde. Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den Auftrag erfüllt. „Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet.“
US-Präsident Trump hatte am Samstag erneut betont, dass Grönland strategisch als US-Territorium sinnvoll wäre. Er begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer Bedrohung durch China und Russland in der Region.
Mehrere Nato-Staaten, darunter Deutschland und Frankreich, hatten Soldaten auf die Insel entsandt. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, hieß es dazu aus Verteidigungsministerium. Gegen diese acht europäischen Staaten kündigte Trump zusätzliche Zölle an.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.
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