Nach Debatte um Versammlungsfreiheit: Gebetskampagne startet ohne Hürden
Vor 5 Jahren wurde die weltweit zwei Mal jährlich stattfindende Gebetskampagne 40 Tage für das Leben von der Jugend für das Leben auch in Österreich erstmals durchgeführt. Teilweise kam es zu Schwierigkeiten, jüngst auch mit der Wiener Behörde.
Weltweit wird in den 40 Tagen der Fastenzeit vor Ostern gebetet und gefastet, “um Abtreibung Geschichte zu machen”. In vielen Städten rund um die Uhr – auch in Wien. Erneut wird vor der Abtreibungsstätte am Mariahilfer Gürtel in Wien gebetet.
Laut der Jugend für das Leben verlief die Anmeldung dieses Jahr reibungslos. Bei der Anmeldung im Herbst 2025 hatte die Landespolizeidirektion Wien den Versammlungscharakter der Kampagne zunächst verneint. Erst nach einer neuerlichen Anmeldung konnte die Versammlung etwas verzögert durchgeführt werden.
Wiener Verwaltungsgericht bestätigt Grundrechte
Gegen die ursprünglichen Bescheide wurde jedoch Beschwerde mit Unterstützung von ADF international eingebracht – mit Erfolg. „Es war klar, dass die Kampagne rechtmäßig als Versammlung durchgeführt werden darf. Die Polizeidirektion hätte unsere Herbstkampagne von 2025 nicht verzögern dürfen. Dieses Urteil ist ein klares, rechtsstaatliches Signal der Justiz an die Behörden und Medien. Es gibt auch keinen Anspruch darauf, im öffentlichen Raum nicht mit anderen Meinungen konfrontiert zu werden“, äußert sich Leopold Stolberg, Vorsitzender von Jugend für das Leben, zu der Sache.
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