Die Absage dürfte Spekulation um mögliche personelle Konsequenzen nach der Niederlage nähren. Bei Table.Media hatte SPD-Chef Lars Klingbeil am Montagmorgen indirekt seinen Rücktritt angeboten. Wenn er das Problem sei, solle man es offen sagen. Es müsse Debatte über Kurs und Personal geben.

SPD unter Druck: Niederlagenserie setzt sich fort

Bei der Wahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag musste die SPD deutliche Verluste hinnehmen und konnte nicht stärkste Partei werden, obwohl Spitzenkandidat Alexander Schweitzer als Favorit und Amtsinhaber ins Rennen gegangen war. Die Wahlschlappe schließt sich an ein historisch schlechtes Ergebnis in Baden-Württemberg, bei der die SPD nur 5,5 Prozent der Zweitstimmen geholt hatte. In München musste sich am Sonntag der Bürgermeister Udo Reiter (SPD) gegenüber dem grünen Bewerber Dominik Krause geschlagen geben.

Wie es bei den Sozialdemokraten nun weiter geht, scheint unsicher, sowohl die Parteispitze (Klingbeil und Bärbel Bas) als auch Generalsekretär Tim Klüssendorf stehen zur Disposition. Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger hat eine Kandidatur für den Bundesvorsitz ausgeschlossen. „Ich glaube, es ist sinnvoll, das mit voller Kraft in Berlin auch zu tun“, sagte sie am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Als Ministerpräsidentin im Saarland wolle sie bleiben, der Parteivorsitz sei keine Aufgabe, die man „als Teilzeitkraft im Willy-Brandt-Haus“ erledigen könne.

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