Die Causa rund um die Wiener SPÖ-Gemeinderätin Susanne Haase spitzt sich weiter zu. Nach ihrem umstrittenen Video, das sie Ende November im Rahmen einer Aktion der SOS Balkanroute veröffentlichte (exxpress berichtete), gibt es nun offene Rücktrittsforderungen.

Wie berichtet, hatte Haase einen 17-sekündigen Clip mit dem Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ von Danger Dan unterlegt. Darin fällt unter anderem die Zeile, die Polizei sei „durchsetzt von Nazis“. Der Ausschnitt wurde ohne erklärenden Kontext verwendet und löste breite Empörung aus.

Wachsende Kritik

Bereits zuvor war die seit 2022 im Wiener Gemeinderat sitzende Politikerin aufgefallen: Während einer Sitzung zur Teuerung filmte sie sich selbst, schnitt Grimassen und lachte unkontrolliert. Zusätzlich sorgten Berichte über ihr hohes Einkommen – rund 8.600 Euro monatlich als Gemeinderätin sowie mehr als 15.000 Euro aus ihrer Tätigkeit als Gewerkschafterin – für Kritik.

Nun melden sich politische Gegner deutlich zu Wort. FPÖ-Wien-Klubobmann Maximilian Krauss schreibt: „Diese SPÖ Bonz:in ist längst rücktrittsreif!“

Haase selbst verteidigte den Song bislang mit dem Hinweis auf Kunstfreiheit und bezeichnete Danger Dan als „anerkannten deutschen Künstler“. An der wachsenden Kritik ändert das wenig.