Nach Sexvideo-Gerücht: Orbán-Herausforderer macht Drogentest in Wien
Pikante Vorwürfe sorgen für Aufsehen im ungarischen Wahlkampf: Der Oppositionspolitiker Péter Magyar spricht von Erpressung mit einem Sexvideo. Um Gerüchte zu entkräften, lässt er ausgerechnet in Wien einen Drogentest durchführen.
Péter Magyar steht im ungarischen Wahlkampf unter Druck und reagiert mit einem öffentlichen Drogentest.GETTYIMAGES/NurPhoto
Der politische Schlagabtausch in Ungarn spitzt sich weiter zu. Herausforderer Péter Magyar, der die Fidesz-Partei von Viktor Orbán verlassen hat, sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Im Raum steht ein Video mit angeblich bloßstellendem Inhalt, in dem er auch Drogen konsumieren soll. Während die Debatte Fahrt aufnimmt, sucht Magyar den Gegenangriff und setzt auf Transparenz.
Vorwürfe um Video – Magyar spricht von Erpressung
Im Zentrum der Aufregung steht ein Video, das angeblich in einer Budapester Wohnung aufgenommen wurde. Neben intimen Szenen sollen darin auch Drogen zu sehen sein, konkret Kokain auf einem Wohnzimmertisch, wie oe24 berichtete.
Magyar selbst weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem gezielten Versuch, ihn unter Druck zu setzen. Er hat Anzeige erstattet und erklärt: „Ich werde mich weder erpressen noch bedrohen lassen.“
Der Zeitpunkt ist brisant, denn am 12. April wird in Ungarn gewählt. Umfragen zufolge hat Magyar durchaus Chancen, gegen den langjährigen Ministerpräsidenten Viktor Orbán anzutreten.
Drogentest in Wien als Gegenoffensive
Um den Spekulationen entgegenzutreten, entscheidet sich Magyar für einen ungewöhnlichen Schritt. Er reist am Wochenende nach Wien und unterzieht sich dort einem Drogentest. In einem auf X veröffentlichten Video ist zu sehen, wie ihm in einem Ärztezentrum am Wiener Naschmarkt eine Haarprobe entnommen wird. Das Ergebnis will der Politiker veröffentlichen, sobald es vorliegt.
Mit diesem Schritt versucht Magyar offenbar, die Vorwürfe aktiv zu entkräften. Ob ihm das gelingt, dürfte auch Einfluss auf den weiteren Wahlkampf haben.
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