Präsident Massud Peseschkian habe Madschid Ebn-ol-Resa, derzeit Brigadegeneral der mächtigen Revolutionsgarden, mit der kommissarischen Leitung des Ministeriums beauftragt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh war am Samstag bei einem der israelisch-amerikanischen Luftangriffe ums Leben gekommen.

Die vom Iran angeführte "Achse des Widerstandes"

Nach dem am Samstag von Israel und den USA begonnenen erneuten Angriff auf den Iran hat sich die mit der Islamischen Republik verbündete libanesische Hisbollah-Miliz eingeschaltet. Sie griff trotz einer im November 2024 vereinbarten Waffenruhe Israel mit Drohnen und Raketen an. Das israelische Militär wiederum beschoss Ziele im gesamten Libanon.

Die Hisbollah gehört zu der vom Iran geführten sogenannten Achse des Widerstandes – wie auch die Hamas im Gazastreifen, die Houthi-Rebellen im Jemen sowie kleinere Gruppen im Irak und in Syrien. US-Präsident Donald Trump hat in den bis kurz vor dem Angriff geführten Verhandlungen mit dem Iran unter anderem verlangt, dass dieser seine Unterstützung für diese Organisationen aufgibt.

Hauptarchitekt des iranischen Netzwerks aus paramilitärischen Stellvertretergruppen in der arabischen Welt war der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Qassem Soleimani. Unter Soleimanis Führung wuchs das Netz in den Jahren nach der US-Invasion im Irak im Jahr 2003. Soleimani wurde 2020 bei einem US-Drohnenangriff im Irak getötet. Der Iran bestreitet, dass er seine Stellvertreter bei ihren Angriffen lenkt, sondern er erklärt, dass sie auf eigene Initiative handeln. Welche Bedeutung die Achse heute hat, ist unklar. Zum einen wurden vor allem Hisbollah und Hamas durch israelische Angriffe erheblich geschwächt. Zum anderen blieben ihre Mitglieder im Juni 2025, als Israel mit Unterstützung der USA schon einmal den Iran zwölf Tage lang angegriffen hat, weitgehend inaktiv. Dieses Mal aber hat sich die Hisbollah eingeschaltet.