Die Debatte rund um den vom Steuerzahler finanzierten Babler-Dokumentarfilm „Wahlkampf“ reißt nicht ab – im Gegenteil: Mit der Bewerbung der Kinopremiere durch den Falter nimmt die Causa eine neue Wendung. Das linke Wochenmagazin von Chefredakteur Florian Klenk lädt gemeinsam mit Produktionsfirmen zur Premiere am 22. April ins Wiener Urania Kino.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Kultur, sondern auch um politische Deutungshoheit. Denn der Film über SPÖ-Chef Andreas Babler steht seit Wochen in der Kritik – vor allem wegen seiner Finanzierung: Insgesamt rund 553.000 Euro an öffentlichen Geldern sind laut exxpress-Recherchen in die Produktion geflossen.

Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch den Zeitpunkt der Geldflüsse: Teile der Förderungen wurden erst ausbezahlt, als Babler bereits Vizekanzler war. Gleichzeitig legen Zahlungsdaten nahe, dass sich die Produktion deutlich länger hinzog als ursprünglich geplant – teils bis ins Jahr 2026 (exxpress berichtete ausführlich).
Vor diesem Hintergrund stößt die aktive Bewerbung durch den Falter auf besondere Kritik. Während Medien üblicherweise kulturelle Veranstaltungen begleiten, sehen Beobachter hier eine Grenze überschritten. Es gehe nicht mehr nur um Berichterstattung, sondern um aktive Mitwirkung an einem politisch aufgeladenen Projekt.
„Imagepflege auf Kosten der Steuerzahler“
Vom Filmfonds Wien kamen zudem 23.000 Euro explizit für den Kinostart des Films. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob etwa auch diese Veranstaltung mit öffentlichen Mitteln gefördert wird.
Kritiker sprechen ohnehin bereits von „Imagepflege auf Kosten der Steuerzahler“ und warnen vor einer zunehmenden Vermischung von Politik, Förderung und medialer Bühne.

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