Nächste Iran-Eskalation treibt Gaspreise um 25 Prozent nach oben
Die Eskalation im Nahen Osten zeigt zunehmend massive Auswirkungen auf die Energiemärkte: Der Preis für europäisches Erdgas ist am Donnerstag sprunghaft angestiegen.
Hintergrund ist ein schwerer iranischer Raketenangriff auf wichtige Flüssiggasanlagen in Katar, die für den Weltmarkt von zentraler Bedeutung sind.
An der Amsterdamer Börse legte der richtungsweisende TTF-Gaspreis für Lieferungen in einem Monat um 24,5 Prozent auf 67,89 Euro je Megawattstunde zu. Auch der Ölpreis reagierte prompt: Die Nordseesorte Brent kletterte zeitweise über die Marke von 115 Dollar.
„Noch nie dagewesene Stärke“
Für zusätzliche Brisanz sorgt eine Drohung von US-Präsident Donald Trump. Er kündigte eine mögliche massive Bombardierung des iranischen Gasfelds „South Pars“ an, sollte Teheran seine Angriffe auf Katars Energieinfrastruktur fortsetzen. Die USA würden mit „noch nie dagewesener Stärke“ reagieren, so Trump.
Die Angst vor langfristigen Lieferengpässen wächst damit weiter. Der Krieg im Nahen Osten dauert inzwischen bereits drei Wochen an. Besonders kritisch ist die Lage rund um die Straße von Hormuz, wo der Schiffsverkehr stark eingeschränkt ist. Vor allem asiatische Staaten spüren die Folgen und weichen zunehmend auf den europäischen Markt aus.
Seit Beginn der militärischen Eskalation hat sich der Gaspreis mehr als verdoppelt – zuvor lag er bei rund 31 Euro. Experten warnen nun vor erheblichen Herausforderungen bei der Befüllung der europäischen Gasspeicher. Zudem dürfte der Preisanstieg auch die Stromkosten weiter nach oben treiben.
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