Nach der Absage von Christian Kern scheint die Bühne beim SPÖ-Parteitag am 7. März frei für Amtsinhaber Andreas Babler. Doch ganz ohne Gegenwind könnte es für den Parteichef nicht bleiben. Ein altbekannter Name meldet sich zurück: Berthold Felber.

Der SPÖ-Parteigenosse aus Oberpullendorf hat beim Bundesparteivorstand offiziell um eine Nominierung für den Parteitag angesucht. Die zuständigen Gremien beraten am Freitag über die weitere Vorgangsweise. Felber will die Gelegenheit nutzen, um sich erneut als Alternative zur aktuellen Parteiführung zu präsentieren.

Deutliche Kritik an Babler

In einer Aussendung übt der Burgenländer deutliche Kritik an Babler. Die Gräben innerhalb der SPÖ seien tiefer geworden, Österreich falle in zentralen Rankings zurück, und auch die Partei verliere in Umfragen kontinuierlich an Zustimmung. Besonders brisant: Felber verweist auf Erhebungen, in denen der Parteivorsitzende lediglich auf acht Prozent Zustimmung komme.

Felber trat bereits 2023 bei einer Kampfabstimmung anAPA/HELMUT FOHRINGER

Beim Parteitag selbst kündigt Felber eine 90-minütige Rede an, in der er sein „umfangreiches Programm“ vorstellen wolle. Die derzeitige Parteiführung habe gezeigt, dass sie die anstehenden Probleme nicht lösen könne, so sein Vorwurf. Er ruft die Delegierten auf, eine Kursänderung zu ermöglichen.

Kein Unbekannter

Felber ist kein Unbekannter: Bereits 2023 trat er bei der Kampfabstimmung zwischen Babler und Hans Peter Doskozil an – und erhielt damals keinen einzigen Delegiertenstimme. Ob ihm diesmal mehr Unterstützung sicher ist, bleibt offen.