In den kommenden zwei Wochen diskutieren mehr als 50.000 Teilnehmer aus über 200 Staaten in Brasilien, wie man das Klima retten könnte. Brasiliens Präsident Lula da Silva, der selbst während der Konferenz auf einer Luxusyacht residiert, sagt über die COP30: „Wir leben in einem Zeitalter der Desinformation. Es ist an der Zeit, den Klimawandelleugnern eine weitere Niederlage beizubringen.“

Angesichts der Rahmenbedingungen vor Ort stellt sich jedoch eher die Frage, wie „umweltfreundlich“ die Weltklimakonferenz selbst ist.

COP30-Irrsinn in Brasilien: Abgeholzter Regenwald für eine neue Straße & Kreuzfahrtschiffe als Hotel

Es ist hochgradig kontrovers: Drinnen wird über Klimaziele diskutiert, die laut Experten wahrscheinlich nicht mehr zu erreichen sind, während draußen der Regenwald abgeholzt wird. Konkret geht es um eine Million Quadratmeter geschützter Amazonas-Regenwald – und das alles für eine 14 Kilometer lange Autobahn, die den Verkehr während der Klimakonferenz entlasten soll. Noch vor dem Gipfelstart haben die Vertreter einen milliardenschweren Fonds zum Schutz des Regenwaldes beschlossen – nun fahren sie auf der Straße, für die viel Regenwald sterben musste.

Doch damit nicht genug: Rund 50.000 Teilnehmer aus über 200 Staaten wurden für die COP30 eigens eingeflogen. Da es in Brasilien jedoch zu wenige Hotels gibt, alle unterzubringen, wurden extra aus Europa zwei Kreuzfahrtschiffe eingelassen, um die Vertreter zu beherbergen. Dabei stoßen diese pro Stunde so viel CO₂ aus wie 7.000 Autos!

Während die Vertreter also über neue Klimaziele verhandeln, entlarvt ausgerechnet diese Konferenz, wie groß die Heuchelei in der Klimapolitik inzwischen ist.