Auffällig ist dabei die Zusammensetzung der Tatverdächtigen: 47,7 Prozent besitzen keine österreichische Staatsbürgerschaft. Den größten Anteil stellen laut Innenministerium Personen aus Rumänien, gefolgt von Syrien und Deutschland. Innenminister Gerhard Karner betonte in diesem Zusammenhang, dass es zwar mehr Tatverdächtige gebe, die Polizei jedoch auch mehr Fälle aufklären könne. Zudem verwies er auf Abschiebungen verurteilter Straftäter: Im vergangenen Jahr seien rund 3.000 Personen außer Landes gebracht worden.

Besorgniserregende Zahlen bei Jugendlichen

Besondere Sorge bereitet weiterhin die Entwicklung bei jungen Tatverdächtigen. Vor allem in der Altersgruppe der Zehn- bis 14-Jährigen sind die Zahlen stark gestiegen. Hier habe sich die Zahl der Verdächtigen innerhalb kurzer Zeit deutlich erhöht. Laut Innenministerium fallen in dieser Gruppe bestimmte Nationalitäten stärker ins Gewicht, wie etwa Syrer.

Als Reaktion darauf setzt die Regierung auf verschiedene Maßnahmen. Bereits bestehende Spezialeinheiten zur Bekämpfung der Jugendkriminalität sollen verstärkt eingesetzt werden. Zusätzlich sind weitere Schritte geplant, darunter strengere Regeln im Umgang mit Intensivtätern, neue Präventionsmaßnahmen sowie ein mögliches Messertrageverbot.