Neue Umfrage: Mehrheit der Österreicher gegen Ukraine-Hilfe – FPÖ fordert Kurswechsel
Eine neue Umfrage zeigt deutliche Skepsis gegenüber weiteren Ukraine-Hilfen. 58 Prozent der Österreicher lehnen zusätzliche Zahlungen ab. Die FPÖ spricht von einem klaren Auftrag der Bevölkerung und rechnet scharf mit der Regierung ab.
Die Unterstützung der Ukraine bleibt in Österreich hochumstritten. Eine aktuelle Umfrage von Unique Research im Auftrag von Heute zeigt nun ein klares Stimmungsbild: 58 Prozent der Befragten sprechen sich gegen weitere finanzielle Hilfen für Kiew aus. Nur 30 Prozent befürworten zusätzliche Zahlungen. Viele Österreicher wünschen sich laut Erhebung, dass staatliche Mittel vorrangig im Inland eingesetzt werden.
Besonders auffällig ist der Blick auf die Wählergruppen. Selbst unter den Anhängern der NEOS, deren Parteichefin Beate Meinl-Reisinger als Außenministerin den pro-ukrainischen Kurs vertritt, gibt es keine Mehrheit für weitere Hilfen. Lediglich 44 Prozent der pinken Wähler unterstützen zusätzliche Zahlungen. Zustimmung findet der Ukraine-Kurs vor allem bei den Grünen (67 Prozent) sowie knapp bei den SPÖ-Wählern (51 Prozent).
Solidarität mit Ukraine vorhanden
Meinungsforscher Peter Hajek erklärt, dass die grundsätzliche Solidarität mit der Ukraine zwar weiterhin vorhanden sei, finanzielle Unterstützung jedoch zunehmend kritisch gesehen werde. Dennoch hält die Bundesregierung an ihrem Kurs fest: Erst kürzlich wurden die humanitären Hilfen aus dem Auslandskatastrophenfonds um drei Millionen Euro aufgestockt.
Die FPÖ sieht sich durch die Umfrage klar bestätigt. EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky kritisierte, dass Regierung und EU-Kommission den Willen der Bevölkerung ignorierten. Österreich habe über EU-Beiträge bereits rund drei Milliarden Euro für die Ukraine aufgebracht – ohne ausreichende Kontrolle über den Verbleib der Gelder. Die Freiheitlichen lehnen weitere Zahlungen ab und fordern stattdessen Friedensverhandlungen.
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