Meinl-Reisinger nahm nicht in der offiziellen Regierungsloge Platz, sondern nutzte eine eigene Loge – und genau das ruft die FPÖ auf den Plan. Die Freiheitlichen wittern mögliche Kosten für die öffentliche Hand. Generalsekretär Michael Schnedlitz spricht von einem „Egotrip auf Staatskosten“ und kündigte eine umfassende parlamentarische Anfrage an, wie Heute berichtet.

Insgesamt 42 Fragen richten die Freiheitlichen an die Außenministerin. Gefordert wird eine detaillierte Offenlegung sämtlicher Ausgaben im Zusammenhang mit dem Opernball-Besuch. Konkret geht es um Kosten für Einladung, Loge, Eintrittskarten, Styling, Sicherheit und Bewirtung. Auch soll transparent gemacht werden, wer in der Loge Platz genommen hat.

Ressourcen für Partei-Zwecke genutzt?

Darüber hinaus will die FPÖ wissen, ob der Auftritt parteipolitisch genutzt wurde. Im Raum steht der Vorwurf, dass Ressourcen des Außenministeriums – etwa für Kommunikation oder Organisation – für parteiliche Zwecke eingesetzt worden sein könnten. Zudem soll geklärt werden, ob für Begleitpersonen oder organisatorische Abläufe Ausgaben angefallen sind, die ganz oder teilweise vom Steuerzahler getragen wurden.

Ob und in welchem Umfang öffentliche Mittel geflossen sind, wird nun die Beantwortung der Anfrage zeigen. Politisch ist der Opernball für Meinl-Reisinger damit noch lange nicht zu Ende.