In „exxpress live“ wurde am Mittwochmorgen über den großflächigen Stromausfall in Berlin diskutiert – mit dem Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier und dem Unternehmer Gerald Markel. Im Zentrum der Diskussion standen linker Extremismus, staatliches Versagen und eine ideologische Radikalisierung, die laut Heinzlmaier längst internationale Dimensionen erreicht hat.

„Das ist kein Stromausfall, das ist ein Terroranschlag“

Für Bernhard Heinzlmaier steht fest: Die Ereignisse in Berlin dürfen nicht verharmlost werden. „Es ist kein Stromausfall. Stromausfall ist hier vollkommen verniedlichend. Womit wir es zu tun haben, ist ein linksextremistischer Terroranschlag“, sagte er mit Blick auf die tagelange Lahmlegung ganzer Bezirke. Rund 90.000 Menschen saßen bei Minusgraden ohne Strom, während Politik und öffentlich-rechtliche Medien laut Heinzlmaier auffallend still blieben.

Besonders brisant ist, dass es ein Bekennerschreiben der Gruppe gibt – dennoch hat man versucht, die Tat zu relativieren oder anderen Akteuren zuzuschreiben. „Dann kommen Politiker daher und reden von Putin. Und dann meldet sich die Gruppe selbst und sagt: ‚Nein, das waren wir‘“, so Heinzlmaier. Für ihn ist das ein Sinnbild medialer und politischer Realitätsverweigerung.

Dabei verwies er auch auf ideologische Vorarbeit aus dem linksextremen Milieu. Der schwedische Aktivist Andreas Malm hat ein Buch mit dem Titel „Wie man eine Pipeline sprengt“ geschrieben, das in linken Kreisen gefeiert wird. Darin werde Gewalt offen als politisches Mittel legitimiert.

Staatsversagen und die Logik der Ideologie

Gerald Markel ergänzte die Kritik um den Umgang der Behörden mit den Betroffenen. Während Flüchtlinge rasch evakuiert worden seien, hätten ältere Menschen tagelang in Turnhallen ausharren müssen. „Das ist völliges Staatsversagen. Der Staat versagt in seiner Grundaufgabe“, so Markel. Besonders empörend sei, dass Ersatzteile nur deshalb rasch transportiert werden konnten, weil sie unter Polizeischutz fuhren. Ohne diesen Schutz hätte es Wochen an Genehmigungen gebraucht.

Heinzlmaier sieht darin keinen Zufall, sondern die Folge einer ideologisch geprägten Politik: „Dieses Bürokratiemonster wurde aufgebaut, kann seine Grundaufgaben aber nicht mehr erfüllen.“ Der Stromausfall sei ein Warnsignal und zeige, wie verwundbar moderne Gesellschaften geworden sind.

„Das ist das New Yorker Kalifat“

Als die Diskussion nach New York wechselte, wurde Heinzlmaier besonders scharf. Dort sorgten Aussagen aus dem Umfeld des Bürgermeisters Mamdani für Aufsehen. Demnach sei Wohnungseigentum ein Instrument „weißer Vorherrschaft“. Für Heinzlmaier ist das ein ideologischer Offenbarungseid: „Der hat jetzt schon den Lebensstil eines Kalifen. Das ist das New Yorker Kalifat.“

Er sprach von einem „muslimischen Kommunisten“, der im Zentrum des globalen Kapitalismus Enteignungsfantasien predigt, während Investoren bereits das Weite suchen. „Stadtluft macht frei, hat man früher gesagt. Heute muss man sagen: Stadtluft macht blöd“, so Heinzlmaier provokant.

Für ihn zieht sich hier ein roter Faden: Ob Berlin oder New York – überall zeigt sich dieselbe Mischung aus Ideologie, Realitätsverlust und politischer Verantwortungslosigkeit. „Das sind keine Spinner am Rand mehr. Das sitzt inzwischen in Machtpositionen“, warnte er.

Sie haben die Sendung verpasst? Kein Problem – hier geht’s zur ganzen Sendung:

zVg/Bernhard Heinzlmaier