„Niemand ist illegal“: Eilishs Grammy-Auftritt entfacht Polit-Sturm
Mit einer politischen Botschaft bei den Grammys wollte Billie Eilish ein Zeichen setzen. Doch statt Applaus erntete sie scharfe Kritik – inklusive Forderungen, sie solle ihre Luxusimmobilien abgeben.
Billie Eilish bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles – ihr politisches Statement sorgte für heftige Reaktionen.GETTYIMAGES/CBS Photo Archive
Ein provokanter Satz löste eine heftige Gegenreaktion aus. Bei der 68. Verleihung der Grammy Awards nutzte Billie Eilish ihre Dankesrede, um sich gegen Abschiebungen und die US-Grenzbehörde ICE auszusprechen. Kritiker werfen der Popikone nun Heuchelei vor und kontern ihre Worte mit Forderungen, die ihren eigenen Lebensstil infrage stellen.
„Niemand ist illegal auf gestohlenem Land“
Bei der Entgegennahme des Preises für den Song des Jahres sagte Eilish auf der Bühne der Crypto.com Arena in Los Angeles: „So dankbar ich auch bin, ich habe ehrlich gesagt nicht das Gefühl, dass ich etwas sagen muss, außer dass niemand auf gestohlenem Land illegal ist.“ Zum Abschluss ihrer Rede legte sie nach: „‚F**k ICE‘ ist das, was ich sagen möchte.“
Die Aussagen der 24-jährigen Sängerin, die sich seit Jahren offen politisch positioniert, richteten sich klar gegen die US-Einwanderungsbehörde und sorgten umgehend für Reaktionen – vor allem in sozialen Medien.
Forderungen nach Eigentumsabgabe
Auf X forderten Kritiker Eilish dazu auf, ihre eigenen Worte konsequent umzusetzen. Ein Nutzer schrieb: „Wie wäre es, wenn wir alle vor ihrer Villa auftauchen und sagen, dass wir jetzt dort wohnen werden? Es ist doch gestohlenes Land, oder? Es gehört ihr nicht.“
Der politische Kommentator und YouTuber Brandon Tatum wurde noch deutlicher: „Währenddessen chillt sie in ihrer … Festung in den Hollywood Hills mit bewaffneten Wachen und einem Graben voller Privilegien. Wenn das Land so gestohlen ist, Schwesterchen, dann gib die Schlüssel an den nächsten Stamm oder die nächste Migrantenfamilie weiter.“
Auch die britische Journalistin Julia Hartley-Brewer kritisierte Eilish scharf: „Die Frau ist eine komplette Idiotin. Wenn sie es wirklich ernst meint, würde sie natürlich ihr mehrere Millionen Pfund teures Haus am Strand von Malibu gerne an illegale Einwanderer abgeben.“ Und weiter: „Was sie aber nicht tun wird, denn das ist alles nur albernes Promi-Gehabe.“
Politiker schalten sich ein
Die Debatte erreichte rasch auch die politische Ebene. US-Senator Mike Lee (R-Utah) schrieb auf X: „Jeder Weiße, der öffentlich zugibt, dass es sich um ‚gestohlenes Land‘ handelt, sollte sein Land sofort an die amerikanischen Ureinwohner abgeben. Sonst meinen sie es nicht ernst.“
8. If all land once occupied by Native Americans must be returned, to whom specifically will it be given?
— Mike Lee (@BasedMikeLee) February 2, 2026
Countless Americans have at least some Native American ancestry
Will that make all Americans with at least *some* Native American ancestry exempt from land confiscation,…
Millionenvermögen und Immobilien
Laut Forbes wurde das Vermögen von Billie Eilish im Jahr 2020 auf 53 Millionen Dollar geschätzt. Im Alter von 17 Jahren kaufte sie eine 2,3 Millionen Dollar teure Pferderanch in Glendale, die zuvor der Sängerin Leona Lewis gehört hatte, wie das Magazin Hello! berichtete. Welche weiteren Immobilien Eilish besitzt, ist unklar.
Ihr Bruder und Musikpartner Finneas O’Connell, der bei der Grammy-Verleihung an ihrer Seite stand, verkaufte sein Strandhaus in Malibu im Jahr 2022 für 5,66 Millionen Dollar, wie die LA Times berichtete. Zuvor hatte er 2019 ein Haus im spanischen Kolonialstil in Los Feliz erworben und später das Nachbarhaus gekauft, um einen kleinen Komplex zu schaffen.
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