Im Fokus der Folge “Putins Klub der Spalter? Die toxische Achse um Kickl, Trump & Orbán, Wochenrückblick” steht Ungarns Premier Viktor Orbán. In einem Beitrag zur vergangenen Wahl in Ungarn wird der Regierungschef nicht nur politisch kritisiert, sondern regelrecht abgecancelt. SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder bezeichnet Orbán im Video sinngemäß als „das Gegenteil eines Demokraten“ – garniert mit derbem Tonfall: „Keinesfalls jung und auch kein Demokrat, sondern er ist einfach ein oider, blada Illiberaler.“

Das Format, das laut „SPÖeins“ ein „digitales Zuhause“ für Zusammenhalt sein soll, wirkt damit eher wie ein parteipolitischer Angriffskanal. Besonders pikant: Während die SPÖ der FPÖ regelmäßig „Spaltung“ vorwirft, wird im eigenen Video ein regelrechtes Feindbild aufgebaut – inklusive Vergleichen mit Wladimir Putin und Donald Trump.
Im weiteren Verlauf eskaliert die Wortwahl weiter. Orbán wird nicht nur kritisiert, sondern in ein globales Feindbild eingeordnet: „Viktor Orbán ist eigentlich Putins Agent in den europäischen Gremien.“ „Es ist ein globaler Klub der Spalter: Wladimir Putin, Donald Trump und Viktor Orbán.“ „Das sind die wahren Bösen, die da zusammenhalten und den Takt vorgeben.“
Auch in Richtung internationaler Politik legt die Sendung nach: „Keiner von diesen Herren bringt für das eigene Land wirklich irgendetwas Positives zusammen.“ „Statt Lösungen gibt es nur Chaos.“ „Wie man bei Trump und Putin sieht: Sie treiben die Welt in Kriege.“

Aufrufe relativ niedrig
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum: Die Videos von „SPÖeins“ bewegen sich meist im niedrigen dreistelligen Bereich, während stärker zugespitzte Inhalte – etwa zu Orbán oder Trump – deutlich mehr Aufrufe erzielen. Offenbar setzt man gezielt auf die FPÖ, um Reichweite zu generieren.
Das erklärte Ziel des Senders – ein „digitales Zuhause“ für Austausch und Zusammenhalt – tritt dabei zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen präsentiert sich „SPÖeins“ als politischer Kampfkanal, in dem Ton und Inhalt scharf sind.

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