Die tatsächliche Dimension der öffentlichen Förderung für die Babler-Doku „Wahlkampf“ wird immer deutlicher: Nachdem exxpress den Fall am Montag aufgedeckt hat, zeigen neue Recherchen weitere Ausmaße. Mindestens 533.000 Euro Steuergeld flossen in die Produktion.

Demnach wurden rund 350.000 Euro über das Österreichische Filminstitut (ÖFI und ÖFI+) genehmigt. Laut Antwort aus dem aktuellen Ministerium gehen diese Förderentscheidungen auf die schwarz-grüne Bundesregierung unter dem damaligen Kulturminister Werner Kogler (Grüne) zurück.

Das Plakat der DokumentationFilmfonds Wien/Filmfonds Wien

Über 180.000 Euro Steuergeld vom Filmfonds Wien

Hinzu kommen konkrete Förderungen des Filmfonds Wien, der von der Stadt Wien mit 12,5 Millionen Euro Steuergeld gefördert wird: Für die Herstellung des Films wurden 160.000 Euro bewilligt, weitere 23.000 Euro für den Kinostart. Damit ergibt sich allein aus diesen beiden öffentlichen Quellen eine Summe von 533.000 Euro.

Zusätzlich wurde der Film auch vom Land Niederösterreich gefördert. Wie hoch dieser Beitrag ausfällt, ist nicht öffentlich bekannt – die tatsächliche Gesamtsumme liegt daher wohl noch weit über bekannten 533.000 Euro liegen.

Eindruck aus dem Babler-FilmÖFI/ÖFI

FPÖ spricht von handfesten Skandal

Für den Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss handelt es sich um einen „politischen Skandal ersten Ranges“ und einen massiven Missstand.

Krauss geht noch weiter und erhebt einen schweren Vorwurf: Sollte sich bestätigen, dass öffentliche Gelder für ein Werbevideo zugunsten von SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler verwendet wurden, wäre das „nichts anderes als dreister Fördergeldmissbrauch für Eigen-PR“.