Paukenschlag rund um Babler? Krisentreffen der SPÖ einberufen
Die Frage nach der Zukunft von Andreas Babler an der Spitze der SPÖ sorgt seit Wochen für Unruhe in der österreichischen Politiklandschaft. Spätestens nach zuletzt veröffentlichten Umfragen, die dem Parteichef und Vizekanzler deutlich schwache Werte attestieren, ist die Debatte auch innerhalb der Partei offen ausgebrochen.
Nun reagiert Babler offenbar mit einer Offensive. Für Samstag hat er das Bundesparteipräsidium sowie die SPÖ-Regierungsmitglieder zu einem Treffen geladen, das als Krisensitzung wahrgenommen wird. Ziel dürfte es sein, Rückhalt für seine Person zu bekommen und die Parteiführung geschlossen auf ihn als Spitzenkandidaten einzuschwören, schreibt die Heute.
SPÖ-Treffen in Gumpoldskirchen
Offiziell findet die Zusammenkunft im Hotel Turmhof im niederösterreichischen Gumpoldskirchen statt – ausgerechnet in jenem Bundesland, das Babler gegenüber als besonders kritisch gilt. Der Auftakt erfolgt um 11.30 Uhr mit einem gemeinsamen Mittagessen. Ab 12.30 Uhr stehen laut Einladung „Beratungen über inhaltliche und kommunikative Maßnahmen für das erste Halbjahr 2026“ auf dem Programm. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Abendessen ab 18 Uhr.
In der Einladung wird auf eine durchgehende Teilnahme gedrängt. Parteiintern wird betont, es handle sich um ein traditionelles Neujahrstreffen. Eine Sprecherin erklärte, Ziel sei eine klare inhaltliche Zuspitzung und ein geschlossenes Auftreten in zentralen Politikfeldern wie Teuerung, Gesundheit und Sicherheit.
Babler vor richtungsweisenden Wochen
Hinter den Kulissen bleibt die Lage jedoch angespannt. Besonders die Landesparteien gelten als skeptisch gegenüber Bablers Kurs. Nach Informationen aus Parteikreisen bemüht sich der SPÖ-Chef seit Tagen um eine Bundesländertour, um Unterstützung zu mobilisieren. Bislang stößt er dabei jedoch auf wenig Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Ob Babler mit dem Treffen in Gumpoldskirchen die innerparteilichen Zweifel ausräumen kann, gilt als offen. Klar ist jedoch: Der Druck auf den SPÖ-Chef nimmt weiter zu – und die kommenden Wochen dürften entscheidend für seine politische Zukunft sein.
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