Baerbock mag beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos zwar anwesend gewesen sein, doch ihr Auftritt blieb weit hinter den Erwartungen zurück. In einem kleinen Konferenzraum, der mit leeren Stühlen überfüllt war, hielt sie eine zehnminütige Rede, die kaum jemanden zu interessieren schien. Abseits der großen Bühne und ohne nennenswerte Zuhörerschaft versuchte die Präsidentin der UN-Generalversammlung, wichtige Themen wie Fake News und Grönland anzusprechen – doch der Beifall war verhalten. War das der Wendepunkt in ihrer internationalen Karriere?

Ein leerer Raum für große Worte

Statt auf der Hauptbühne des Weltwirtschaftsforums musste Baerbock ihre Botschaft in einem kleinen, fast leeren Konferenzraum vortragen. Nur eine Handvoll Zuhörer hatte sich eingefunden, um ihr zuzuhören. Dies verstärkte den Eindruck, dass ihr Vortrag auf wenig Interesse stieß. Sie begann ihre Rede mit der rhetorischen Frage: „Wer vermittelt eigentlich Vertrauen?” und plädierte für die Rolle der Vereinten Nationen als moralische Autorität.

Von Fake News und Grönland

Baerbock nutzte die Gelegenheit, um über Fake News und die Nutzung von KI zur Verbreitung von Desinformationen zu sprechen. Sie warnte, dass 96 Prozent aller Deepfakes pornografischer Natur seien und sich vor allem gegen Frauen richteten. Doch die Zuschauer schienen sich weniger für ihre dramatischen Zahlen zu interessieren und mehr für die Frage, warum sie eine solche Bühne kaum füllen konnte. Auch das Thema Grönland, das Baerbock in ihrer Rede ansprach, überzeugte nicht: Sie betonte, dass die Grönländer wie alle anderen auch Souveränitätsrechte genießen sollten – doch ohne das nötige Publikum blieb auch dieser Appell in der Luft hängen.

Ein Ende ohne Applaus

Am Ende ihrer Rede fiel der Beifall spärlich aus und Baerbock verließ rasch die Bühne. Ein anderer Sprecher, der in der ersten Reihe saß, trat an ihre Stelle. Auch ihre späteren Bemerkungen zur WM 2026 und zur internationalen Wirtschaft blieben unaufgeregt, wenngleich sie versuchte, die Bedeutung von verbindlichen Regeln zu betonen. Doch wie viel von dem, was sie sagte, tatsächlich gehört wurde, ist fraglich.