Pentagon bricht mit Harvard: Schluss mit „Woke-Ideologie“ auf Steuerkosten
Zu woke, zu ideologisch, zu anti-amerikanisch: Pentagon-Chef Pete Hegseth zieht die Reißleine und kappt zentrale Militärprogramme an der traditionsreichen Harvard University.
Harvard ist in den letzten Jahren zunehmend durch antisemitische Proteste aufgefallenGETTYIMAGES/gettyimages / Anadolu
Die Trump-Regierung setzt ein deutliches Zeichen gegen den Einfluss sogenannter woker Ideologien an US-Eliteuniversitäten. Das US-Verteidigungsministerium beendet seine akademische Zusammenarbeit mit der Harvard University. Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete die Hochschule als „Fabrik für Woke-Ideologie“ und als „Brutstätte anti-amerikanischer Radikaler“.
In einem auf X veröffentlichten Video kündigte Hegseth an, dass das Pentagon künftig keine militärischen Ausbildungsprogramme, Fellowships oder Zertifikatslehrgänge mehr an der Ivy-League-Universität anbieten werde. Harvard passe nicht mehr zum Fokus des Verteidigungsministeriums auf „Schlagkraft“ und „Abschreckung“, so Hegseth.
Hass auf Amerika
Wörtlich sagte er: „Zu lange hat dieses Ministerium seine besten und klügsten Offiziere nach Harvard geschickt, in der Hoffnung, dass die Universität unsere Krieger besser versteht und schätzt.“ Stattdessen seien viele zurückgekehrt „mit Köpfen voller globalistischer und radikaler Ideologien, die unsere Kampfkraft nicht verbessern“. Harvard sei eines der „heißesten Zentren von Hass-auf-Amerika-Aktivismus“.
Die Zusammenarbeit endet im Herbst, laufende Studiengänge dürfen noch abgeschlossen werden. Hegseth stellte zudem klar, dass auch andere Universitäten überprüft würden, der Fokus liege aber klar auf Harvard.
Angriffe auf Juden
Zusätzlich begründet das Pentagon den Schritt mit Forschungskooperationen Harvards mit der Kommunistischen Partei Chinas. Laut New York Times erhielt die Universität zwischen 2010 und 2025 rund 560 Millionen Dollar aus China. Außerdem wirft Hegseth Harvard vor, ein Campus-Klima zu fördern, das Hamas feierte und Angriffe auf Juden zuließ.
Brisant: Hegseth selbst erwarb 2013 einen Abschluss an Harvards Kennedy School, gab sein Diplom jedoch 2022 aus Protest gegen Lehrveranstaltungen zu Critical Race Theory zurück.
Parallel dazu verschärft auch Präsident Donald Trump den Druck. Er fordert laut Berichten eine Milliarde Dollar Schadenersatz von Harvard und wirft der Universität vor, den Medien „eine Menge Unsinn zu füttern“. Frühere Versuche der Regierung, Fördergelder zu stoppen oder den Steuerstatus der Uni anzugreifen, wurden teilweise von Gerichten blockiert.
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