In „exxpress live“ diskutierten Bernhard Heinzlmaier, Christoph Pöchinger und Harald Himmer über den Stand des Ukraine-Kriegs und die tödliche Attacke auf den 23-jährigen Quentin in Frankreich. Zwei Ereignisse, die durch eine Debatte über politische Verantwortung und Radikalisierung verbunden sind.

Ukraine: Kein Licht am Ende des Tunnels

Vier Jahre nach Kriegsbeginn ist die Ernüchterung groß. „Ich glaube nicht, dass es einen Willen gibt, das Ganze zu stoppen“, sagt Heinzlmaier. Er sieht keinen echten politischen Konsens für eine Friedenslösung – weder in Europa noch zwischen den Machtblöcken.

Christoph Pöchinger analysiert nüchtern: Europa verfüge weder über eine klare Strategie noch über die militärische Durchsetzungskraft der USA. Geldzahlungen seien keine echte militärische Unterstützung. Gleichzeitig spiele geopolitisches Kalkül beim späteren Wiederaufbau eine Rolle.

Frankreich: „Das ist moralisch bankrott“

Der Tod des 23-jährigen Quentin durch linksextreme Täter sorgt in Frankreich für Massenproteste. Heinzlmaier warnt vor einer unterschätzten Radikalisierung im linken Milieu. Er kritisiert die mediale Relativierung der Tat besonders scharf: „Das ist moralisch bankrott.“ Er sieht ein gefährliches Ineinandergreifen von extremistischen Strukturen und politischem Legalismus. Gewalt werde ideologisch gerechtfertigt.

Pöchinger warnt davor, politische Gewalt moralisch zu legitimieren. Himmer stellt klar, dass Gewalt grundsätzlich abzulehnen sei – unabhängig von der politischen Richtung.

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