Rund eineinhalb Jahre vor der Tiroler Landtagswahl im Herbst 2027 hat eine Umfrage ein knappes Rennen um Platz eins zwischen ÖVP und FPÖ prognostiziert. Laut der von der FPÖ beauftragten Analyse des Instituts IFDD verliert die ÖVP in der Sonntagsfrage und kommt bei 32 Prozent zu liegen (2022: 34,7 Prozent). Die FPÖ legt kräftig auf 28 Prozent zu, im Jahr 2022 erreichte man noch 18,8 Prozent. Der Regierungspartei SPÖ wurde ein Absturz von 17,5 auf neun Prozent vorhergesagt.

Eine Neuauflage der aktuellen schwarz-roten Koalition unter ÖVP-Landeshauptmann Anton Mattle und seinem roten Stellvertreter Philip Wohlgemuth dürfte sich damit nicht mehr ausgehen. Die FPÖ dürfte damit “mit großer Voraussicht” Teil der Landesregierung werden, “weil es einfach keine realistische Mehrheitsfindung neben der Freiheitlichen Partei gibt”, sagte Meinungsforscher Christoph Haselmayer in der Tirol-Ausgabe der “Kronen Zeitung” (Samstags-Ausgabe).

Kampf um Platz drei, Dornauer-Liste bei fünf Prozent

Die Umfrage klopfte auch die Chancen von Ex-SPÖ-Landesparteivorsitzendem Georg Dornauer ab, falls dieser nach seinem Parteiausschluss mit einer eigenen Liste antreten würde. Demnach würde er fünf Prozent erreichen und vorwiegend im Wählerteich von ÖVP und SPÖ fischen. Er würde damit hinter der Liste Fritz und den Grünen, die jeweils mit neun Prozent (2022: 9,9 bzw. 9,2 Prozent) abschneiden würden, zurückbleiben. Damit dürfte zwischen SPÖ, Liste Fritz und Grünen ein Kampf um Platz drei entstehen. Den NEOS wurden fünf Prozent prognostiziert (2022: 6,3 Prozent).

In der Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse wurden die 800 Teilnehmer online gefragt, welche Partei sie wählen würden, sollte die Landtagswahl kommenden Sonntag stattfinden. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich über eine Woche von Ende Februar bis Anfang März. Es wurde eine Schwankungsbreite von +/- 3,5 Prozent angegeben.