Mit Shah, der sich seit den 2010er-Jahren in Nepals Hip-Hop-Szene einen Namen machte und später Bürgermeister Kathmandus wurde, verbinden viele Menschen in dem armen Land die Hoffnung auf Reformen und einen politischen Neuanfang.

Erste Wahl seit tödlichen Unruhen

Die vorgezogene Wahl am 5. März war die erste seit den tödlichen Unruhen vor gut einem halben Jahr, die zum Rücktritt des damaligen Regierungschefs Khadga Prasad Sharma Oli und zur Auflösung des Parlaments führten.

Bei der Wahl hatte Shahs zentristische Partei RSP (Rastriya Swatantra Party) fast zwei Drittel der Sitze im Unterhaus gewonnen. Die relativ junge RSP sicherte sich 182 Mandate und setzte sich damit deutlich gegen die etablierten Parteien wie den Nepali Congress und der Kommunistischen Partei Nepals (CPN-UML) durch. Das Unterhaus ist die mächtigere der beiden Parlamentskammern.

Eine Sperre von Social-Media-Plattformen hatte im September Zehntausende, meist junge Menschen der “Generation Z”, auf die Straße getrieben. Sie prangerten weit verbreitete Korruption und Freunderlwirtschaft an; bei den Unruhen kamen mehr als 70 Menschen ums Leben.