Mit Ende Juli lege Marchetti seine Funktion als Generalsekretär der Partei zurück, hieß es. Nachfolger gibt es noch keinen, darüber soll zeitnah informiert werden. Der Generalsekretär war zuletzt innerparteilich zunehmend unter Druck gestanden.

Parteichef und Bundeskanzler Christian Stocker dankte dem Generalsekretär in der Aussendung “für seine umsichtige Tätigkeit als Generalsekretär in den letzten eineinhalb Jahren”. “Insbesondere danke ich ihm für sein Engagement, seine Loyalität und dafür, dass er in einer mehr als herausfordernden Zeit voller Umbrüche und Veränderungen sich dieser Aufgabe mit vollem Einsatz gewidmet hat”, so Stocker. Marchetti soll Nationalratsabgeordneter und Bildungssprecher der Volkspartei bleiben. Marchetti selbst begründete seinen Rückzug damit, dass er den großen Wunsch verspüre, sich ein zweites Standbein neben der Politik aufzubauen.

Gstöttner als möglicher Nachfolger

Zuletzt war der 36-jährige Wiener, der im Februar 2025 nach dem Wechsel von Alexander Pröll in die Regierung zum Generalsekretär der ÖVP aufgestiegen war, innerparteilich zunehmend unter Druck geraten. Für Kritik sorgte, dass sich Marchetti vor der Wahl der ORF-Spitze öffentlich für eine Bewerbung des letztlich erfolgreichen damaligen APA-Geschäftsführers Clemens Pig ausgesprochen hatte. Schon seit Wochen war über Marchettis Abgang spekuliert worden nachdem Kritik aus den Ländern bekannt wurde.

Die Nachfolge werde zeitnah bekannt gegeben werden, erklärte Stocker am Dienstagabend. Heißester Kandidat ist laut mehreren Medienberichten der einstige Vertraute von Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Markus Gstöttner. Im Jänner wurde Gstöttner von Stocker zum Sonderbeauftragten für die Reformpartnerschaft ernannt.

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