Die Debatte um die Finanzierung der Babler-Dokumentation spitzt sich weiter zu. Nachdem exxpress aufgedeckt hat, dass für den Film öffentliche Gelder in Höhe von mehreren hunderttausend Euro geflossen sind, meldet sich nun die FPÖ mit scharfer Kritik zu Wort. Für die Freiheitlichen ist der Fall klar: Es gehe um den möglichen Missbrauch von Steuergeldern für politische Selbstdarstellung, was Konsequenzen haben müsse.

FPÖ spricht von „politischem Skandal ersten Ranges“

Für FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss ist die Angelegenheit eindeutig. In einer Presseaussendung spricht er von einem massiven Missstand: Die jüngsten Enthüllungen rund um eine aus Steuermitteln finanzierte ‚Babler-Doku‘ sind ein politischer Skandal ersten Ranges.

Besonders brisant sei der Vorwurf, dass ein Werbevideo für SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler mit öffentlichen Geldern unterstützt worden sein soll. Krauss wird noch deutlicher: „Wenn sich bestätigt, dass hier Steuergeld für ein persönliches Werbevideo eines SPÖ-Politikers verwendet wurde, dann reden wir von nichts anderem als dreistem Fördergeldmissbrauch für Eigen-PR.“

Hunderttausende Euro aus öffentlichen Mitteln

Wie der exxpress berichtete, wurde die Dokumentation „Wahlkampf“ von Regisseur Harald Friedl am Wochenende bei der „Diagonale“ in Graz präsentiert. Der Film begleitet Andreas Babler durch das Superwahljahr 2024 – von internen Besprechungen bis zu Wahlkampfauftritten quer durch Österreich.

Zentraler Kritikpunkt ist die Finanzierung. So flossen 190.000 Euro vom Österreichischen Filminstitut (ÖFI) sowie weitere 158.000 Euro aus Förderprogrammen in das Projekt. Insgesamt geht es somit um mehrere hunderttausend Euro aus öffentlichen Mitteln. Auch der Filmfonds Wien, der 2026 mit 12,5 Millionen Euro von der Stadt Wien subventioniert wird, soll an der Finanzierung beteiligt gewesen sein.

Scharfe Kritik – Anfrage angekündigt

Für Krauss zeigt dieser Fall ein grundsätzliches Problem: „Die SPÖ behandelt öffentliche Mittel wie ein parteieigenes Werbebudget.“ Und er fährt fort: „Das Wiener Rathaus agiert längst wie ein verlängertes Vizekanzleramt – alles wird politisch instrumentalisiert, alles dient der eigenen Inszenierung.“

Die FPÖ fordert nun volle Aufklärung. „Alle Förderungen im Zusammenhang mit dieser Produktion müssen offengelegt und im Falle eines Missbrauchs vollständig zurückgefordert werden.“ Konkret kündigt Krauss auch politische Schritte an: „Wir werden diesbezüglich eine Anfrage an Bürgermeister Ludwig stellen, um volle Kostenwahrheit zu erhalten.“