Während des „Pride“-Monats veranstaltet die Stadt Wien nicht nur Events für Erwachsene. Auch für Kinder werden LGBTQ-Formate angeboten, die ihnen „Diversität“, und die Transgender-Ideologie nahebringen sollen.

LGBTG-Flaggen malen, dann zur „Pride“

„Wir feiern Vielfalt im Pride-Month!“: Unter diesem Motto findet man auf der „WIENXTRA“-Webseite entsprechendes Programm. „WIENXTRA“ ist eine von der Stadt Wien geförderte Organisation, die seit über 75 Jahren Freizeit- und Kulturangebote für Kinder und Jugendliche anbietet. „Mit unserer Teilnahme an der Vienna Pride, kreativen Mitmachaktionen und Veranstaltungstipps laden wir Kinder, Jugendliche und Familien ein, sich mit Vielfalt, Zusammenhalt und gegenseitigem Respekt auseinanderzusetzen.“, heißt es auf der Homepage.

Die von der Stadt Wien geförderte Organisation „WIENXTRA“ bietet unter dem harmlos klingendem Titel „Mitmachen und Feiern: Für Familien und Kinder“ woke-linke Ideologie an.
Die von der Stadt Wien geförderte Organisation „WIENXTRA“ bietet unter dem harmlos klingendem Titel „Mitmachen und Feiern: Für Familien und Kinder“ woke-linke Ideologie an.

Angeboten wird etwa: „Pride feiern mit Holli: Mal eine Flagge so bunt wie du“. Kommenden Samstag, dem Tag, an dem wieder die „Pride“-Parade über den Ring zieht, können Kinder ab drei Jahren Fahnen bemalen. Anschließend geht man zusammen mit Maskottchen „Holli“ auf die Regenbogenparade.

LGBTQ-Rätsel soll schon die Kleinsten mit der Theorie vertraut machen

In der App der Organisation können Kinder ein „Regenbogenrätsel“ lösen. Dort wird etwa gefragt „Welche dieser Fahnen ist die offizielle und gerade aktuelle Fahne der LGBTIQ-Gemeinschaft?“. Zur Auswahl stehen vier Fahnen. Die richtige ist die sogenannte „Progress-Flagge“.

In der „WIENXTRA“-App „Kinderaktiv“ können Kinder ein LGBTQ-Rätsel lösen.
In der „WIENXTRA“-App „Kinderaktiv“ können Kinder ein LGBTQ-Rätsel lösen.

Auch eine Frage zu Transgender ist dabei, nämlich: „Aber wer ist eigentlich eine ’Trans* Person‘“? Die richtige Antwort: „Jemand, zu dem das Geschlecht nicht passt, das dieser Person bei der Geburt gegeben wurde“. Hier klingt die Ideologie an, dass das biologische Geschlecht, genauso wie das soziale Geschlecht (Gender), frei wählbar sei. Geschlecht sei, laut dieser Theorie, nicht biologisch bestimmbar, sondern werde einem Neugeborenen bei der Geburt durch einen Arzt einfach zugeschrieben.

Hier wird Biologie geleugnet und die Theorie vermittelt, man könne sich sein biologisches Geschlecht aussuchen.
Hier wird Biologie geleugnet und die Theorie vermittelt, man könne sich sein biologisches Geschlecht aussuchen.

Hat ein Kind die Fragen richtig beantwortet, bekommt es einen „Holli-Sticker“. Darauf ist das Maskottchen mit einer „Progress-Flagge“ abgebildet.

ÖVP-Hungerländer: „Zutiefst verantwortungslos“

„Diese Indoktrinierung ab Kleinkindalter ist zutiefst verantwortungslos“, kritisiert ÖVP-Gemeinderätin Caroline Hungerländer gegenüber dem exxpress. „Die Stadt kracht finanziell, Schulen werden nicht gebaut, Menschen warten monatelang auf einen Arzttermin – aber für die Pride ist immer noch Geld da.“ Das könne nicht sein. Die Stadt müsse sich auf ihre Kernaufgaben – Sicherheit, Bildung, Gesundheit – konzentrieren. „Die Indoktrinierung von Kindern gehört sicher nicht dazu”, sagt Hungerländer.

Wiener ÖVP-Gemeinderätin Caroline Hungerländer.
Wiener ÖVP-Gemeinderätin Caroline Hungerländer.

FPÖ-Krauss: „Linke Gesellschaftspropaganda“

Auch Wiener-FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss kritisiert das „Pride“-Angebot für Kinder: „Dass rot-pinke Ideologen mittlerweile schon Dreijährige mit ihrer Queer- und Transgender-Agenda erreichen wollen, ist ein gesellschaftspolitischer Tiefpunkt“, sagt er in einer Presseaussendung. „Die Wienerinnen und Wiener finanzieren mit ihren Abgaben eine Einrichtung, die sich fast ausschließlich als Plattform für linke Gesellschaftspropaganda betätigt. Dafür darf kein einziger Euro Steuergeld mehr verschwendet werden“, so Krauss.

Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss.
Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss.

Vereinsvorsitzende ist NEOS-Gemeinderätin Bakos

„WIENXTRA“, ein „junges Stadtprogramm zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien für außerschulische Kinder- und Jugendarbeit“, wird von der Stadt Wien mit fast 12 Millionen Euro, genau: 11.855.000 Euro, gefördert. Das geht aus einem Bericht des Wiener Gemeinderats vom neunten Dezember 2025 hervor. Vorsitzende des Vereins „WIENXTRA“ ist die NEOS-Gemeinderätin Dolores Bakos.