Schauplatz war die „Cities Church“ in St. Paul, einer Nachbarstadt von Minneapolis. Dort drangen Dutzende Demonstranten in den Gottesdienst der baptistischen Gemeinde ein und brüllten politische Parolen. Genannt werden unter anderem „ICE out“ und „Hands up, don’t shoot“.

„Den gewohnten Alltag“ stören

Vor Ort war auch der ehemalige CNN-Moderator Don Lemon, der als freier Journalist anwesend war. Gegenüber Lemon erklärte eine Protestführerin, sie wolle „den gewohnten Alltag“ unterbrechen.

Die Aktivisten begründeten den Sturm auf den Gottesdienst mit einem Vorwurf gegen einen der Pastoren. Eine Protestführerin sagte: „Sie können nicht vorgeben, ein Haus Gottes zu sein, während Sie jemanden beherbergen, der ICE-Agenten anweist, Chaos in unserer Gemeinde anzurichten.“

Gottesdienst abgebrochen – Menschen fliehen

Die Folgen waren unmittelbar: Der Gottesdienst wurde abgebrochen. Zahlreiche Besucher flohen vom Gelände. Don Lemon kommentierte die Szene mit den Worten: „Das ist unangenehm und traumatisch für die Menschen, und darum geht es beim Protest.“

Der Pastor der Kirche kritisierte das Vorgehen der Demonstranten deutlich. Er sagte: „Es ist beschämend, eine öffentliche Versammlung von Christen im Gottesdienst zu stören.“

Illegal – und das Weiße Haus reagiert

Brisant ist der Vorfall auch juristisch: Laut Apollo News sei die Störung von Gottesdiensten in den USA unter dem sogenannten FACE Act illegal. Die US-Regierung habe deshalb bereits juristische Konsequenzen angekündigt.

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, schrieb dazu auf X: „Präsident Trump wird die Einschüchterung und Belästigung von Christen in ihren heiligen Kultstätten nicht dulden. Das Justizministerium hat eine umfassende Untersuchung des abscheulichen Vorfalls eingeleitet, der sich heute in einer Kirche in Minnesota ereignete.“

Damit ist klar: Der Kirchensturm ist für Washington nicht bloß „Protest“, sondern ein Fall für Ermittler.