Ramadan-Lichter in Frankfurt: Halbmond leuchtet zum Aschermittwoch
Wenn am Mittwochabend in Frankfurt die ersten Lichter zum Ramadan aufleuchten, beginnt für viele Muslime der Fastenmonat – und für Christen gleichzeitig die Fastenzeit mit dem Aschermittwoch. In diesem Jahr fallen beide religiösen Anlässe auf denselben Tag. In der Mainmetropole sorgt dies für Diskussionen.
Bereits zum dritten Mal schmückt die Stadt anlässlich des Ramadan Teile der Innenstadt mit Halbmond-Symbolen, Sternen, traditionellen Fanoos-Laternen und dem Schriftzug „Happy Ramadan“. Die Beleuchtung wird am Dienstag um 18 Uhr in der „Freßgass“, einem Abschnitt der zentralen Fußgängerzone, eingeschaltet.
Frankfurt hatte 2024 als erste deutsche Großstadt eine solche Ramadan-Beleuchtung installiert. Grundlage war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, getragen von Grünen, SPD, FDP und Volt. Die Anschaffung der Leuchtelemente kostete rund 75.000 Euro, insgesamt standen etwa 100.000 Euro für das Projekt zur Verfügung.
Kritik von CDU, Linke und AFD
Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) sieht in der Aktion ein wichtiges Signal. Die Beleuchtung zeige, dass muslimisches Leben selbstverständlich zur Stadt gehöre. Kritiker bewerten die Aktion hingegen skeptisch. Bereits in den Vorjahren hatte es politische Diskussionen gegeben: CDU, Linke und AfD stimmten im Stadtrat gegen das Vorhaben.
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