Rede zur Nation: Kanzler Stocker will bei Grundsatzrede Weichen für 2026 stellen
Beim Neujahrsauftakt der ÖVP hält Bundeskanzler Christian Stocker seine erste große Grundsatzrede als Parteichef. In der METAStadt in Wien-Donaustadt will er den Kurs für das Jahr 2026 vorgeben.
In der Wiener METAStadt hält Bundeskanzler Christian Stocker heute seine große Kanzler-Rede beim Neujahrsauftakt der Volkspartei.
Rund 250 Spitzenfunktionäre der ÖVP werden erwartet, darunter Mitglieder der Bundesregierung, Landeshauptleute sowie Abgeordnete aus Nationalrat und Landtagen. Für Stocker ist es der erste große programmatische Auftritt seit seiner Wahl zum Bundesparteiobmann im März 2025.
„Jahr des Aufschwungs“
Inhaltlich will der Kanzler die politische Richtung für die kommenden Monate vorgeben. Ziel sei es, zentrale Weichen zu stellen, damit 2026 „das Jahr des Aufschwungs“ werde. Im Fokus stehen die Bereiche Wirtschaft, Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Stocker geht dabei von einer grundlegend veränderten internationalen Weltordnung aus. Österreich müsse sich neu positionieren – selbstbewusst, klar proeuropäisch und zugleich offen für neue strategische Partnerschaften. Besonders große Erwartungen knüpft der Kanzler an Wachstumsmärkte wie Indien, China und die Golfregion. Ein neues Freihandelsabkommen mit Indien soll Exporte in Milliardenhöhe ermöglichen und bis zu 30.000 Arbeitsplätze schaffen oder sichern.
Handelsoffensive angekündigt
Dazu kündigt Stocker eine Handelsoffensive an: In den kommenden Monaten will er mit Wirtschaftsdelegationen in diese Märkte reisen. Gleichzeitig setzt er innenpolitisch ein klares Signal: Es werde mit ihm keine Vermögens- oder Erbschaftssteuern geben – und auch keine Rückkehr der kalten Progression. Statt neuer Belastungen fordert der Kanzler Entlastung durch weniger Bürokratie und mehr Zuversicht in den Standort Österreich.
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