Noch bevor der erste Ministerrat des neuen Jahres richtig in Fahrt kommt, steht die Bundesregierung bereits unter politischem Druck. Eine neue Umfrage zeigt: Die Geduld der Bevölkerung ist bereits nach kurzer Zeit erschöpft. Misstrauen, Reform-Zweifel und Sorgen um zentrale Zukunftsthemen prägen den Stimmungsbeginn des Jahres 2026.

Deutliche Mehrheit unzufrieden mit der Regierung

Die aktuellen Zahlen sind ein Warnsignal für die Koalition. Laut einer von der Krone beauftragten Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) sind mehr als zwei Drittel der Österreicher mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden.

Konkret geben 35 Prozent an, mit der Politik der Regierung „weniger zufrieden“ zu sein, weitere 32 Prozent sind sogar „überhaupt nicht zufrieden“. Damit startet die Regierung mit miserablen Beliebtheitswerten ins neue Jahr.

Reform-Glaube bröckelt massiv

Noch alarmierender ist die Zukunftsprognose. Laut Umfrage glauben fast 60 Prozent der Befragten nicht mehr an die vielfach angekündigten Reformen zwischen Bund und Ländern. Entsprechend pessimistisch ist der politische Ausblick – Zuversicht ist bei den Wählern kaum vorhanden.

Die Sorgen der Bevölkerung bleiben dabei konstant: Gesundheit, Teuerung und Wirtschaft zählen auch im Jahr 2026 zu den wichtigsten Themen für die Österreicher.

Parteichefinnen punkten – Babler abgeschlagen

Der sogenannte Relevanz-Index liefert interessante Ergebnisse. Bundeskanzler Christian Stocker liegt darin gleichauf mit FPÖ-Chef Herbert Kickl. Auffällig ist, dass NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger und Grünen-Chefin Leonore Gewessler deutlich vor SPÖ-Chef Andreas Babler liegen.

IFDD-Chef Christoph Haselmayer erklärt dazu: „Starke Werte für die Außenministerin und Gewessler. Man merkt: Beide sind in ihren Parteien gesetzt.“ Die Umfrage zeigt somit auch, dass die persönliche Wahrnehmung und die parteiinterne Stabilität für viele Wähler eine zunehmend wichtige Rolle spielen.