Während die Steuergeld-Finanzierung der Babler-Dokumentation bereits massiv für Aufregung sorgt, rückt nun auch das Filmteam selbst stärker in den Fokus. Denn ein genauer Blick auf zentrale Beteiligte zeigt: Die Nähe zur SPÖ scheint kein Zufall zu sein. Im Vorfeld hieß es zwar auf exxpress-Anfrage aus dem Kulturministerium, dass Vizekanzler Andreas Babler und Regisseur Harald Friedl sich nicht kannten. Gleichzeitig lassen sich jedoch bei näherer Betrachtung mehrere Verbindungen zwischen dem Filmteam und der SPÖ erkennen.

Produzent Constantin Wulff etwa präsentierte seinen Film „Für die Vielen“ nicht irgendwo, sondern bei einer Veranstaltung der SPÖ Neubau – inklusive Diskussion mit Parteifunktionären.
Und es geht weiter: Tonmann Andreas Hamza und Cutter Dieter Pichler waren bei einer SPÖ-Veranstaltung in Mariahilf präsent, wo sie gemeinsam mit Parteimitgliedern über Filmprojekte diskutierten. Solche Auftritte sind öffentlich dokumentiert – und zeigen, wie eng Filmbranche und Parteiumfeld hier verwoben sind.

Noch deutlicher wird es bei Julia Mitterlehner, die als Green Film Consultant tätig war. Sie trat bei einer Veranstaltung der Jungen Generation der SPÖ Braunau auf – gemeinsam mit Filmschaffenden, die ebenfalls politisch eingeordnet werden.

exxpress hat bei allen im Artikel genannten Beteiligten um Stellungnahmen ersucht – Antworten blieben jedoch aus.

All das fügt sich in ein Gesamtbild, das bereits durch die Finanzierung des Films brisant ist. Denn wie exxpress aufdeckte, wurde die Produktion mit mehr als einer halben Million Euro Steuergeld unterstützt (exxpress berichtete ausführlich).

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