Rücktrittsforderung nach Postenvorwürfen: Kritik an WK-Wien-Präsident Ruck
Die Wirtschaftskammer Wien steht nach aktuellen Berichten über umstrittene Personalentscheidungen erneut in der Kritik. Die Vorwürfe wiegen schwer: Im Raum steht der Verdacht auf Posten- und Vetternwirtschaft.
Die Freiheitliche Wirtschaft (FW) meldet sich dazu in einer Aussendung zu Wort. Im Mittelpunkt steht WK-Wien-Präsident Walter Ruck, laut FW geht es um einen weiteren Vertrauensschaden für viele Unternehmer.
Familiennahe Posten-Vorwürfe
Im Raum stehen mehrere familiennahe Funktionen: Rucks Söhne sollen Aufgaben in den Landesstellenausschüssen von AUVA und PVA haben, auch seine Lebensgefährtin ist Vorsitzende im Landesstellenausschuss der Sozialversicherung der Selbstständigen.
„Nicht Einzelfall, sondern System“
FW-Generalsekretär Reinhard Langthaler sieht in der Causa “ein über Jahre gewachsenes System, das von parteipolitischen Netzwerken und Loyalitäten geprägt” sei. “Wenn familiäre Nähe, persönliche Loyalitäten oder politische Zugehörigkeit offenbar schwerer wiegen als Qualifikation, Leistung und Verantwortung“, sei eine Grenze überschritten, heißt es.
Ruck soll gehen und Schultz soll handeln
Die Freiheitliche Wirtschaft schließt sich der Forderung nach dem Rücktritt von Walter Ruck an und richtet sie Erwartungen an die Präsidentin der Bundeswirtschaftskammer, Martha Schultz: “Bloßes Prüfen oder Abwarten” reiche nicht aus. Gefordert werden vollständige Aufklärung, klare Konsequenzen und ein verbindlicher Reformfahrplan bis hin zu einer modernen, transparenten und freiwilligen Unternehmerinteressenvertretung.
Weil Unternehmer die Kammer gerade über Pflichtbeiträge finanzieren, hätten sie genug von Privilegien und Postenschacher und verlangten Fairness, Transparenz und eine echte Interessenvertretung statt Selbstbedienungspolitik, so Langthaler und betont das genau diese “höchsten Ansprüchen an Transparenz” zu genügen hat.
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