Der Skandal rund um die Dokumentation „Wahlkampf“, die SPÖ-Chef Andreas Babler im Wahlkampf begleitet, sorgt weiterhin für heftige Diskussionen. Wie exxpress aufdeckte, flossen mindestens 533.000 Euro an öffentlichen Geldern in die Produktion. Ein großer Teil stammt vom Österreichischen Filminstitut, dazu kommen weitere Förderungen – die tatsächliche Summe liegt demnach noch deutlich höher.

Die SPÖ selbst versucht, die Vorwürfe herunterzuspielen. In einem Social-Media-Video wird betont, dass die Initiative ursprünglich von einem Regisseur ausgegangen sei – zu einem Zeitpunkt, als Babler noch gar nicht Parteichef war. Außerdem verweist man darauf, dass die Finanzierung unter dem damaligen Kulturminister erfolgt sei und nicht durch Andreas Babler selbst. Der Tenor: Man solle „die Kirche im Dorf lassen“, es handle sich um eine klassische Dokumentation über den Wahlkampf.

Große Empörung im Netz

Im Netz sorgt das Video dennoch für große Empörung: „Schämt euch in Grund und Boden“, schreibt etwa ein Nutzer auf X. Andere gehen noch weiter und sprechen von „Propaganda auf Kosten der Steuerzahler“.

Mehrere Kommentare fordern Konsequenzen: „Gebt das Geld zurück“ oder sogar „Doppelt zurückzahlen und zurücktreten“. Andere fragen offen: „Warum wird hier eigentlich noch nicht ermittelt?“ und sehen darin „offensichtlichen Missbrauch von Steuergeld“.

Eindruck aus dem FilmÖFI/ÖFI

Auch grundsätzliche Kritik wird laut: Während „echte Kulturprojekte“ angeblich zu wenig Mittel bekommen, werde hier „ein politisches Imageprojekt finanziert“. Für viele ist der Fall klar: „Das ist eine Frechheit gegenüber den Steuerzahlern.“