Schulreform spaltet: Mehrheit gegen KI-Ersatz für Latein
Soll Latein im Stundenplan Platz machen für Künstliche Intelligenz, Medienkompetenz und Demokratiebildung? Eine aktuelle exxpress-Umfrage liefert darauf eine eindeutige Antwort. Die große Mehrheit der Leser lehnt das ab.
67 Prozent der exxpress-Leser lehnen es ab, Latein durch KI, Medienkompetenz und Demokratiebildung zu ersetzen, 19 Prozent sind teilweise dafür – und nur 14 Prozent finden diesen Schritt richtig.
Auslöser der Debatte ist die geplante Schulreform des Bildungsministeriums, die ab dem Schuljahr 2027/28 umgesetzt werden soll.
KI fix im Lehrplan – Latein wird gekürzt
Konkret plant das Ministerium, das Fach Informatik in „Informatik und Künstliche Intelligenz“ umzubenennen und mit einer zusätzlichen Wochenstunde auszustatten. Schüler sollen lernen, wie KI funktioniert und wie man sie sinnvoll einsetzt.
Zusätzlich soll ein neues Fach „Medien und Demokratie“ eingeführt werden. Ziel ist es, junge Menschen besser auf die digitale Öffentlichkeit und demokratische Prozesse vorzubereiten.
Doch der Ausbau hat einen Preis. Traditionelle Fächer müssen Stunden abgeben. Besonders betroffen ist Latein: Statt bisher zwölf Stunden in vier Jahren sollen es künftig nur noch acht sein. Für viele Gymnasien bedeutet das einen deutlichen Einschnitt.
Die aktuellen exxpress-Umfragewerte spiegeln die Zurückhaltung der Leser deutlich wider. Trotz Digitalisierung und KI-Boom stößt die Idee, klassische Fächer wie Latein zurückzudrängen, auf breiten Widerstand.
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