Der mit Steuergeldern finanzierte Babler-Film, über den der exxpress berichtete, sorgt für viel Aufregung. Im Nationalrat konfrontierte FPÖ-Abgeordneter Maximilian Linder Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) mit konkreten Förderzahlen, darunter mehr als eine halbe Million Euro für eine Produktion rund um den SPÖ-Chef. Doch ausgerechnet auf diese Frage liefert der Finanzminister keine Antwort, sondern zieht sich auf seine fehlende Zuständigkeit zurück und lenkt das Thema in Richtung Sportförderung.

Babler-Film angesprochen – Minister schweigt

Linder listet eine Reihe von Förderungen auf, viele davon im Ausland: 15.000 Euro für Fußballprojekte im Niger, 50.000 Euro für Sportprogramme in Sierra Leone sowie weitere Gelder für Projekte in der Westsahara und im Kongo. Hinzu kommen hohe Summen für Projekte in Österreich, beispielsweise für muslimische Jugendcamps und Pfadfinderinitiativen.

Dann der brisanteste Punkt: „Der Film für ein SPÖ-Parteium und Andreas Babler wurde insgesamt mit 530.000 Euro gefördert, Bundesförderung davon 350.000 Euro.“ Eine direkte Reaktion darauf bleibt aus.

„Nicht mein Zuständigkeitsbereich“

Marterbauer erklärt ausweichend: „Alle Detailförderungen, die Sie genannt haben, fallen überhaupt nicht in meinen Zuständigkeitsbereich.“ Seine Aufgabe sei es lediglich, „Grundsätze für Förderungen zu entwickeln“ und den Ministerien Leitlinien vorzugeben.

Doch anstatt die konkrete Kritik aufzugreifen, lenkt der Finanzminister ab und beginnt, über die Bedeutung von Sport zu sprechen. Österreich habe große Erfolge, weil früh gefördert werde: „Welche tolle Rolle der Sport in Österreich spielt, um junge Leute weiterzuentwickeln.“

Auch international seien solche Förderungen wichtig, so Marterbauer: „Ich wünsche es auch den Kindern in der ganzen Welt, dass sie diesen Aufstieg so erfahren können.“ Zur zentralen Frage, der Förderung für den Babler-Film, fällt er kein einziges Wort.