Der Wirbel um die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“ reißt nicht ab. Denn nicht nur der Film selbst, sondern auch das Filmfestival „Diagonale“ – das Festival, auf dem der Film seine Premiere feierte – wird mit Steuergeld finanziert.

Auf Nachfrage beim Kulturministerium von Andreas Babler teilte dieses exxpress mit, dass die „Diagonale“ jährlich 540.220 Euro aus Mitteln der Filmabteilung des Kulturministeriums (BMWKMS) erhält. Darüber hinaus sind auch das Bildungsministerium (BMB) sowie das Außenministerium (BMEIA) projektbezogen eingebunden. Stadt und Land steuern zusammen rund 500.000 Euro bei.

Vizekanzler Andreas Babler lacht gemeinsam mit Regisseur Harald FriedlScreenshot/Instagram / Diagonale / LippZahnschirm

Mindestens 553.000 Euro Filmförderung

Der Film selbst wurde ebenfalls umfangreich mit öffentlichen Mitteln finanziert: Rund 350.000 Euro wurden über das Österreichische Filminstitut (ÖFI und ÖFI+) genehmigt. Hinzu kommen Förderungen des Filmfonds Wien, der aus Steuergeldern der Stadt Wien gespeist wird: 160.000 Euro für die Herstellung sowie weitere 23.000 Euro für den Kinostart.

Wie der exxpress nun ebenfalls erfuhr, flossen zusätzlich 20.000 Euro vom Land Niederösterreich in das Projekt. Insgesamt ergibt sich damit eine Fördersumme von rund 553.000 Euro aus öffentlichen Geldern.

Die aktuelle Ausgabe der „Diagonale“, die am vergangenen Wochenende in Graz stattfand, basiert auf einem Förderbeschluss vom 19. Dezember 2024 sowie einem Zweijahresvertrag für 2025 und 2026.

Kritik im Netz

Im Netz sorgt diese Kombination mittlerweile für heftige Kritik: Nutzer sprechen von „Propaganda auf Kosten der Steuerzahler“, fordern „Geld zurück“ und stellen sogar die Frage, warum bislang keine Ermittlungen eingeleitet wurden.