Skandal um Mamdani-Vertraute: Tweets bringen Weaver in die Bredouille
Die Leiterin des New Yorker „Office to Protect Tenants“ (Büro zum Schutz der Mieter) Cea Weaver, steht nach dem Bekanntwerden früherer Aussagen und familiärer Vermögensverhältnisse unter erheblichem öffentlichen Druck. Die 37-Jährige arbeitet aktuell für den neuen Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani.
Auslöser der Debatte sind mehrere Jahre alte Social-Media-Beiträge Weavers, in denen sie Wohneigentum als Ausdruck „weißer Vorherrschaft“ bezeichnete und Gentrifizierung grundsätzlich verurteilte. In einzelnen Posts sprach sie sich zudem für die Enteignung von Privateigentum und die Wahl kommunistischer Mandatsträger aus. Diese Aussagen wurden jüngst erneut verbreitet und sorgten parteiübergreifend für Kritik.
Weaver twitterte damals laut Daily Mail, dass Wohneigentum „eine Waffe der weißen Vorherrschaft“ und „rassistisch“ sei. Außerdem rief sie in Beiträgen dazu auf, „die weiße Mittelschicht zu verarmen“.
Mutter von Weaver besitzt Millionen-Immobilie
Brisant ist dabei, dass Weavers Mutter, eine Professorin an der Vanderbilt University, gemeinsam mit ihrem Partner ein rund 1,4 Millionen Dollar teures Craftsman-Haus in Nashville besitzt. Das Anwesen wurde 2012 für etwa 814.000 Dollar erworben und hat seither erheblich an Wert gewonnen. Kritiker werfen Weaver angesichts dessen Doppelmoral vor.
Am Mittwochmorgen wurde Weaver vor ihrem Wohnhaus im Brooklyn-Viertel Crown Heights von einem Reporter darauf angesprochen. Sie reagierte emotional, brach in Tränen aus und verweigerte eine Stellungnahme. Kurz darauf zog sie sich in ihre Wohnung zurück. Bereits am Vortag hatte sie ein Telefonat mit Journalisten mit dem Hinweis beendet, sie könne derzeit nicht darüber sprechen.
Mamdani meldet sich zu Wort
Bürgermeister Mamdani erklärte auf einer Pressekonferenz, er halte weiterhin an Weaver fest. Gleichzeitig hieß es aus seinem Umfeld, man sei von den wiederaufgetauchten Aussagen überrascht worden. Weaver selbst löschte inzwischen ihren Account auf der Plattform X und veröffentlichte eine Erklärung, in der sie ihre früheren Kommentare als „bedauerlich“ bezeichnete.
Auch auf Bundesebene wurden die Vorwürfe registriert. Vertreter der US-Regierung erklärten, man beobachte den Fall und werde prüfen, ob Anhaltspunkte für diskriminierendes Verhalten vorlägen.
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