So erklärt Babler den Porno-Förderskandal
Diese Förderung sorgt für viel Aufsehen: 16.000 Euro Steuergeld für ein Pornofilm-Festival – nun verteidigt Vizekanzler Babler die umstrittene Entscheidung.
Steuergeld für ein Pornofilm-Festival sorgt für politischen Zündstoff: Eine parlamentarische Anfrage bringt neue Details zur Kulturförderung ans Licht und rückt den Verein „Freund_lnnen* des pornographischen Films“ in den Fokus.
Die Zahlen sind eindeutig: Für die Jahre 2025 und 2026 wurden jeweils 8.000 Euro bewilligt, womit sich die Förderung auf insgesamt 16.000 Euro aus öffentlichen Mitteln beläuft.
„Künstlerisches Filmfestival“
Das Ressort von SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler weist die Kritik zurück und betont, dass es sich bei dem Festival nicht um klassische Pornografie handle, sondern um ein „künstlerisches Filmfestival“ mit gesellschaftlichem Anspruch. Im Mittelpunkt stünden dabei Themen wie Sexualität, Körper und Geschlechterrollen.
Laut Ministerium sei nicht die konkrete Darstellungsform entscheidend, sondern die künstlerische Qualität des Projekts. Die Förderung sei daher durch die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit der Kunst gedeckt. Zudem handle es sich nicht um eine neue Maßnahme, sondern um die Fortsetzung einer bereits unter früheren Regierungen etablierten Praxis.
Die Fördermittel werden erst im Nachhinein kontrolliert, wobei die Abrechnung der Projekte bis 2026 beziehungsweise 2027 erfolgen muss.
Weitere Details aus der Anfrage zeigen, dass weder Verträge mit dem Verein abgeschlossen wurden noch Mitarbeiter des Ministeriums an Veranstaltungen teilgenommen haben.
Kommentare