„Sozi-Blockbuster“: Heftige Kritik an Babler-Film
Mehr als eine halbe Million Euro Steuergeld für den Babler-Film – die Enthüllungen von exxpress sorgen für politische Brisanz. Nun äußert sich auch die FPÖ Niederösterreich und spricht von einem massiven Missbrauch öffentlicher Mittel.
Der von exxpress aufgedeckte Förderfall rund um die Doku „Wahlkampf“ über SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler entwickelt sich zunehmend zu einem politisch brisanten Thema. In das Projekt flossen mindestens 533.000 Euro an öffentlichen Geldern – hinzu kommen weitere, bisher nicht bezifferte Mittel aus Niederösterreich. Während die Dimensionen immer klarer werden, wächst der politische Druck. Die FPÖ spricht nun offen von einem Skandal und erhebt schwere Vorwürfe gegen die Verwendung von Steuergeld.
„Schlag ins Gesicht der Steuerzahler“
Besonders deutliche Worte findet die Kultursprecherin der FPÖ Niederösterreich, Landtagsabgeordnete Anja Scherzer. In Bezug auf den Film spricht sie von einem massiven Fehltritt: „Während viele unserer Landsleute nicht mehr wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, leistet sich die SPÖ offenbar PR-Filme auf Kosten der Steuerzahler.“
Konkret kritisiert sie, dass hohe Summen öffentlicher Gelder in das Projekt geflossen sind. Wenn „der Vizekanzler Hunderttausende Euro Steuergeld in einen Eigen-PR-Film steckt“, sei das „ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die jeden Tag hart arbeiten und unter der Teuerung leiden“. Dabei verweist Scherzer auch auf die angespannte finanzielle Lage vieler Bürger, von Arbeitnehmern bis hin zu Pensionisten.
Über 533.000 Euro Steuergeld im Fokus
Hintergrund der Kritik sind neue Details zur Finanzierung der Dokumentation „Wahlkampf“. Wie der exxpress berichtete, flossen mindestens 533.000 Euro aus öffentlichen Mitteln in die Produktion.
Rund 350.000 Euro kamen über das Österreichische Filminstitut und weitere 183.000 Euro über den Filmfonds Wien. Zusätzlich wurde das Projekt auch vom Land Niederösterreich gefördert.
„Bezug zur Realität verloren“
Scherzer verschärft ihre Kritik und stellt die politische Signalwirkung in den Mittelpunkt: „Während unsere Landsleute jeden Euro zweimal umdrehen müssen, wird ihr hart erarbeitetes Steuergeld für politische Selbstinszenierung verschwendet.“ Und weiter: „Wer so handelt, hat den Bezug zur Realität verloren und zeigt, dass ihm die Sorgen der Menschen völlig egal sind.“
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