Sozialministerium unter Druck: Kritik an künstlicher Befruchtung für Asylberechtigte
Im Zentrum der Debatte steht eine Info-Broschüre des Sozialministeriums zum Thema unerfüllter Kinderwunsch. Darin wird ausgeführt, dass unter gewissen Bedingungen auch Asylberechtigte Zugang zu staatlich geförderten Kinderwunschbehandlungen haben können.
Nahaufnahme eines Embryologen, der eine Mehrkammer-Kulturschale zur Embryonenentwicklung verwendetGETTYIMAGES/Natalia Lebedinskaia
Die Dimensionen sind beachtlich: Allein im Jahr 2024 wurden 12.623 Versuche im Rahmen des IVF-Fonds durchgeführt. Die Kosten beliefen sich auf 21,4 Millionen Euro.
Scharfe Worte von der FPÖ
Für die FPÖ liegt hier – wie sie selbst formuliert – der „Teufel im Detail“. Denn während viele Österreicher monatelang auf Untersuchungen oder Behandlungen warten müssten, würden staatlich finanzierte IVF-Leistungen für Drittstaatsangehörige ermöglicht.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz findet deutliche Worte. Er spricht von einem Systemversagen und greift die Bundesregierung frontal an:
„Hier wird unser Gesundheits- und Sozialsystem zerstört, und die Regierung wirbt dafür sogar noch per Flyer!“
Für Schnedlitz ist die Broschüre nicht bloß ein Informationspapier, sondern ein Symbol einer aus seiner Sicht falschen Prioritätensetzung.
Auch aus den Bundesländern kommt Unterstützung für die FPÖ-Linie. Der blaue Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml verweist auf konkrete Entwicklungen in der oberösterreichischen Landeshauptstadt.
„Dieser Ansatz ist einfach grundfalsch. Allein in Linz entstehen so zwei neue Schulklassen mit 100-prozentiger Migrantenquote im Jahr.“
Die FPÖ fordert daher eine sofortige Einschränkung der Förderungen. Staatlich unterstützte Kinderwunschbehandlungen sollen ihrer Ansicht nach ausschließlich Österreichern vorbehalten sein.
Antwort des Sozialministeriums
Das Sozialministerium weist die Aufregung bislang zurück. Auf Anfrage der Krone erklärt ein Sprecher knapp:
„Es gibt derzeit keine Überlegungen, die Vergabepraxis für die Mitfinanzierung von Kinderwunschbehandlungen zu ändern.“
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