Sparpaket trifft Familien ins Mark
Das große Sparpaket der Bundesregierung entfaltet seine volle Wirkung – und Familien spüren sie nun besonders deutlich. Im Sparkurs der Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und Neos wurde beschlossen, die Inflationsanpassung mehrerer zentraler Familienleistungen für zwei Jahre auszusetzen. Was nach einer technischen Maßnahme klingt, bedeutet für Eltern und Kinder einen massiven finanziellen Einschnitt.
Konkret betroffen sind Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld und der Kinderabsetzbetrag. Während die Preise weiter steigen, bleiben diese Leistungen auf dem bisherigen Niveau eingefroren. Das Problem: Schon in den vergangenen Jahren konnten Familien mit diesen Beträgen immer weniger anfangen.
Wie die Heute berichtete, wird für das Jahr 2026 eine Inflationsrate von rund 2,5 Prozent erwartet. Ohne Anpassung bedeutet das: Eltern können sich mit der Familienbeihilfe real weniger leisten als zuvor.
20 Jahre Kaufkraftverlust
Besonders drastisch fällt der Blick zurück aus. Trotz einzelner Erhöhungen in unregelmäßigen Abständen wurde die Familienbeihilfe nie konsequent jährlich an die Inflation angepasst. Die Folge: Über einen Zeitraum von rund 20 Jahren ist ein massiver realer Wertverlust entstanden.
Nach Berechnungen des Momentum Instituts hat die Familienbeihilfe im Vergleich zum Jahr 2003 rund 27 Prozent ihrer Kaufkraft verloren. Mit anderen Worten: Was Eltern heute mit der Beihilfe kaufen können, entspricht nur noch etwa drei Vierteln dessen, was vor zwei Jahrzehnten möglich war.
Wie stark sich diese Entwicklung auswirkt, zeigt ein konkretes Rechenbeispiel. Am Beispiel einer Familie mit zwei Kindern Institut zum Ergebnis, dass sich die inflationsbedingte Lücke bis 2026 auf fast 18.000 Euro summiert.
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