Die Verleihung des Johanna-Dohnal-Anerkennungspreises durch die SPÖ Frauen in Salzburg sorgt für Aufsehen. Ausgezeichnet wurde mit Conny Felice, Geschäftsführerin der Homosexuellen Initiative in Salzburg, eine Transfrau.

Felice wurde als Mann geboren und lebte rund 50 Jahre als Familienvater. Für viele Kritiker ist genau das der zentrale Punkt: Ein Preis, der ursprünglich Frauen gewidmet ist, geht damit an eine Person, die als Mann geboren wurde.

„Conny Felice steht in Salzburg für sichtbare und konkrete Menschenrechtsarbeit. Als Geschäftsführerin der HOSI Salzburg stärkt sie Beratung und Community-Arbeit. Mit ihrem Hintergrund als eingetragene Mediatorin und systemische Konflikt-Coachin bringt sie Kompetenz und Klarheit mit. Besonders wichtig ist ihr die Präventions- und Bildungsarbeit – etwa über Projekte wie „Schule der Vielfalt“ und „Vielfalt im Beruf“, die Respekt und Gleichberechtigung in Schulen, Institutionen und Betrieben fördern“, begründen die SPÖ-Frauen die Auszeichnung.

„Realitätsverweigerung“

Doch im Netz wächst die Kritik: Von „Realitätsverweigerung“ bis hin zu „Entwertung von Frauenleistungen“ reichen die Vorwürfe.

Ein X-Userin schreibt zudem: „Die Verleihung eines Frauenpreises an einen Mann beweist nicht, dass das hier eine Frau ist, auch wenn sich dieser Mensch völlig bestätigt fühlt und sich diesem Kitsch öffentlich hingibt. Bewiesen wurde das Ausmaß an männlicher Macht,Privilegien und Anspruchshaltung. Danke SPÖ.“

Besonders empört zeigen sich Stimmen, die argumentieren, biologische Frauen würden dadurch ausgerechnet bei ihren eigenen Auszeichnungen verdrängt. Ein Frauenpreis verliere demnach seine Bedeutung, wenn biologische Unterschiede keine Rolle mehr spielten.

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