SPÖ-Zerfall unter Babler: Nächster Landeschef zieht sich aus Bundesgremien zurück
Der interne Streit in der SPÖ hält weiter an. Niederösterreichs Landesparteichef Sven Hergovich wird beim kommenden Parteitag nicht mehr für ein Mandat in den Bundesgremien antreten. Ein entsprechender Bericht des Kurier wurde aus Hergovichs Büro gegenüber der APA bestätigt.
Damit reiht sich der Niederösterreicher in eine Liste prominenter Parteifiguren ein, die den bundesweiten Führungsgremien fernbleiben. Bereits Wiens Bürgermeister Michael Ludwig sowie Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sind dort aus eigenem Entschluss nicht vertreten – ein weiteres Zeichen für die anhaltenden Spannungen innerhalb der Partei.
Dazu kommt der steirische Landeschef Max Lercher, der ebenfalls auf einen Platz in Präsidium und Vorstand verzichtet hat. All diese Bundesländer-Organisationen haben andere Vertreter in die Gremien entsandt. Das Gleiche hat auch Hergovich vor. Statt ihm soll die Dritte Landtagspräsidentin Elvira Schmidt für den bisher von Hergovich eingenommenen Platz im Präsidium kandidieren.
Babler bei Entscheidung anwesend
Die Entscheidung fiel bei einer Sitzung der Landespartei nach der Schlappe bei der St. Pölten-Wahl. Hergovichs Personalvorschlag wurde dabei einstimmig angenommen. Bei der Sitzung anwesend war auch Bundesparteichef Andreas Babler.
Der Parteitag in Wien ist für den 7. März angesetzt. Welcher Leitantrag dort zur Abstimmung kommt und wer für Präsidium und Vorstand kandidiert, dürfte spätestens am 13. Februar bei einer Vorstandssitzung feststehen. Dieses Gremium hat schon Amtsinhaber Babler als einzigen Kandidaten für den Bundesparteivorsitz nominiert.
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