Steuer-Rabatt nur für Veganer? NGOs wollen pflanzliche Lebensmittel bevorzugen
Kaum wurde die Mehrwertsteuersenkung angekündigt, folgt heftige Kritik. NGOs fordern Steuererleichterungen ausschließlich für pflanzliche Lebensmittel. Fleisch soll ihrer Meinung nach bewusst teuer bleiben.
NGOs fordern eine Mehrwertsteuersenkung nur für pflanzliche Lebensmittel – Fleisch soll davon ausgenommen bleiben.GETTYIMAGES/SolStock
Die angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel entfacht eine neue Debatte. Während die Wirkung und Finanzierung des Vorhabens politisch kritisiert werden, legen NGOs eigene Vorschläge vor. Ihr Ansatz sorgt für Kopfschütteln: Denn billiger werden soll nur, was ins ökologische Weltbild passt.
NGOs fordern Steuerbonus nur für pflanzliche Lebensmittel
Die NGOs „foodwatch” und „WWF” sprechen sich dafür aus, die Mehrwertsteuer gezielt nur auf pflanzliche Lebensmittel zu senken. Eine Entlastung bei Fleischprodukten sehen sie hingegen kritisch, da diese aus ihrer Sicht eine schlechte Klimabilanz haben.
Ähnlich argumentiert „Greenpeace”. Die Organisation fordert sogar eine vollständige Umsatzsteuerbefreiung für pflanzliche Lebensmittel. Fleisch soll hingegen von einer Steuersenkung ausgenommen bleiben. Die geplante Abgabe auf nicht recycelbares Plastik wird von den NGOs hingegen ausdrücklich begrüßt.
Kritik an Kosten und Gegenfinanzierung
Auch aus der Politik kommt deutliche Kritik an der geplanten Maßnahme. Wie der exxpress berichtete, bezeichnet FPÖ-Parteichef Herbert Kickl sie als „halbherzig“ und sagt, sie werde „keine spürbare Entlastung bringen“. Seine Partei fordere seit Jahren eine vollständige Umsatzsteuerbefreiung für Grundnahrungsmittel.
Die geplante Gegenfinanzierung führe laut Kickl dazu, dass diejenigen, die profitieren sollen, an anderer Stelle wieder belastet würden. Zur Finanzierung bringt er Kürzungen bei Asylbewerbern und NGOs ins Spiel.
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